Bike-Battle 2014 – Weißenbach bei Liezen

Das Bike-Battle in Weißenbach bei Liezen war heuer die 7. Station der Mountainbike-Challenge und heuer das erste Mal im Cup Kalender. Das Rennen fand heuer erst zum 2. Mal überhaupt statt und wir verbanden es mit einem Kurzurlaub. So reisten wir schon entspannt am Donnerstag an, um gemeinsam mit der Familie von Alex‘ Bruder etwas zu wandern, im Putterersee zu plantschen und so nebenbei noch ein 6 Stunden Rennen am Samstag und ein Kinderrennen am Sonntag zu absolvieren. Danke an Christoph, Cornelia und Leonie, dass sie am Samstag mit unseren beiden Mädchen baden waren, während wir zum Bike-Battle fuhren. Die Strecken-Charakteristik sollte bei diesem Rennen ganz anders sein als beim 6-Stunden Rennen in Grünbach: 2,9 Kilometer mit über 100 Höhenmeter pro Runde. Also steil rauf und steil runter.

Sabine:
Zum Aufwärmen fuhr ich die Runde, auf der wir uns dann 6 Stunden abkämpfen sollten, und musste feststellen, dass sie sehr anspruchsvoll ist. Es waren zwei kurze steile Stücke dabei, das zweite noch länger als das erste und ausreichend steil. Also nahm ich mir vor, nicht zu schnell zu starten, denn auf diesem steilen Abschnitt würde man ziemlich voll fahren müssen. Bergab gings in Kurven über eine Kuhweide, die wegen der Kuhtritte sehr unruhig zu fahren war.
Nach dem Start fuhren wir zuerst auf der Straße rauf und dann das erste Mal auf der Kuhweide runter, so gut es ging zwischen den Kuhfladen durch. Im Ort musste man direkt beim Kaffeehaus drei Stufen runterfahren, bevor es rund um dieses Haus wieder durch den Start-Ziel-Bereich auf die Strecke ging. Ich schaute heute besonders genau auf meinen Anfangspuls, da ich ordentlichen Respekt vor dem Steilstück hatte, das wir sicher sehr oft fahren würden, da die Runde nur ca. 10 min lang ist. Ich hielt mich klugerweise an mein Vorhaben und konnte mich nach einigen Runden ca. auf dem 12. Gesamtrang einordnen. Bergauf ging es mir heute spitze, irgendwie kam ich in einen super Rhythmus, konnte meinen gleichmäßigen Tritt perfekt an den 100-Höhenmeter-Anstieg mit flacheren und steileren Abschnitten anpassen und fuhr sehr sparsam, wenn man das so sagen kann. Ich hatte heute zwei Flaschen dabei. Eine hatte ich am Bike und die andere füllten mir die Damen bei der Labe dankenswerterweise immer wieder an. Nach jeder Stunde fuhr ich zur Seite, blieb bei ihnen stehen und tauschte die Flasche. Das funktionierte sehr gut und kostete nicht all zu viel Zeit. Nach zwei Stunden kamen dann auch die 3 Stunden-Fahrer auf die Strecke und leider wurde der Untergrund beim Steilstück, der vor dem Rennen extra verfestigt wurde, durch das Schieben lose und schwierig zu fahren und zum Schluss musste ich dort schon schieben. Die letzte Stunde ging auch schnell vorbei und ich wurde Gesamtachte und Siegerin bei den Damen mit 40 Runden, also 101,6 km und 3827 gefahrenen Höhenmetern. Mein linker Unterarm war danach zwar wieder geschwollen, aber sonst beschwerdefrei, also es geht bergauf!

Alex:
Topfit und motiviert nahm ich das Rennen in Angriff. Wir kamen gerade noch rechtzeitig von unserem Hotel zum Startort um die Runde einmal abzufahren. Puh, der Anstieg war nicht ohne, steil zu Beginn und noch Steiler ganz am Ende. Und auch die Abfahrt über die Schipiste bzw. Kuhweide, war sehr fordernd und ruppig. Ich machte mir etwas Sorgen, ob ich mit dem 34’er Kettenblatt vorne nicht etwas zu optimistisch war. Bereits nach der zweiten Runde hatten sich die ersten Gruppen gebildet. Ich war in einer größeren Gruppe mit zwei direkten Konkurrenten in meiner Altersgruppe. Ich wusste nicht, wie viele Fahrer ganz vorne waren, nur, dass Helmut Puchwein auf jeden Fall unter ihnen war. Aber mir war klar, dass er um eine Klasse stärker ist und auch Willi Vorderderfler fuhr in meiner AK und viele weitere in dieser Kategorie. Also ging es eigentlich um Platz 3 in der AK und eine gute Gesamtplatzierung. Nach 4 Runden kämpfte ich dann in einer 3’er Gruppe mit meinen direkten Konkurrenten. Einer von ihnen war Bäumel Andreas, der auch in der Challenge Gesamtwertung mein schärfster Konkurrent ist. Den dritten Fahrer kannte ich nicht. Ich kam zu Beginn überhaupt nicht mit der Abfahrt zurecht. Im oberen Teil, einem Schotterweg, fuhr ich zu zaghaft und über die Schipiste mit den vielen Löchern durch die Kuhhufe hatte ich auch Schwierigkeiten, die Ideallinie zu halten und verlor jedes Mal die Spitzenposition in unserer 3’er Gruppe und hatte nach der Abfahrt immer einige Meter Rückstand. Am Anstieg machte ich diesen immer wieder wett. So ging es einige Zeit, dann bekam ich aber die Abfahrt besser in den Griff und endlich konnte ich das erste Mal die Führung nach dem Downhill behalten. Es waren jetzt ca. 2 Stunden vergangen und ich drückte bergauf noch mehr auf das Tempo. Ich sah dann nur mehr Andreas hinter mir und forcierte noch mehr.
Der Abstand wuchs und bald schon sah ich ihn nicht mehr am langen Anstieg und ich hatte ca. 2 Minuten Vorsprung. Dennoch fuhr ich weiter volles Tempo und konnte noch weitere Fahrer überholen. Nach 2/3 der Zeit erfuhr ich bei einer Rundendurchfahrt, dass ich an Gesamt 5. Stelle lag. Nicht schlecht dachte ich mir. Ich wurde auch bisher noch von keinem Fahrer überrundet, also Vollgas weiter. Dann saß auf einmal einer der bisher Führenden neben der Strecke. Er musste wegen der Hitze eine Pause von 3 Runden einlegen, also wieder einen Platz gut gemacht. Nach 5 Stunden musste ich mich dann schon sehr über die letzte Rampe mit meinem 34’er Blatt quälen und die letzten beiden Male zwangen mich die Steigung und der lose Untergrund sogar vom Rad. Nachdem ich kurz vor Ende der 6 Stunden, keinen Fahrer vor mir im Blickfeld hatte und auch hinter mir kein Konkurrent zu sehen war, nahm ich etwas Tempo raus, um nicht zu schnell durchs Ziel zu fahren und mir so eine Runde zu ersparen. Mit 41 gefahrenen Runden in einer Zeit von 06:02:09 belegte ich den 4. Gesamtrang und Platz 3 in meiner AK. Besonders freut es mich, dass ich wieder mal mit Helmut, dem Gesamtsieger mit 42 Runden, am Podest stand.

Nicole:
Traumhaftes Wetter auch für die Kids bei der Junior Challenge. Nicole war als erstes an der Reihe und so fuhren wir den Rundkurs vor dem Rennen gemeinsam ab. Die Veranstalter hatten vorgesehen, dass ab der U9 auch die Kinder über die drei Stufen beim Cafe fahren sollten, leider war das den Rennkommissären für die U9 noch zu gefährlich, was Nicole ärgerte, aber für die jüngeren Fahrer und weniger Geübten sicher besser war. Leider war die Strecke etwas einfach und vor allem kurz, aber die Veranstalter werden hier sicher nachbessern für nächstes Jahr. Wie immer startete Nicole etwas vorsichtig, aber bereits nach 150 Metern, übernahm sie die Führung bei den Mädchen und fuhr kurz hinter den schnellsten Buben. Schnell waren die 3 Runden absolviert und damit feierte Nicole ihren nächsten Sieg.

Clara:
Auch die Runde von Clara war etwas kurz, enthielt aber einen kurzen, steilen Wiesenanstieg mit nachfolgender Abfahrt. Und sie durfte die technische Passage über die 3 Stufen fahren. Nachdem die vorigen Rennen alle etwas kurz ausgefallen sind, erhöhten die Kommissäre die Rundenzahl von 5 auf 6. Clara hatte keinen guten Start, aber schloss beim ersten Wiesenanstieg auf das führende Mädchen auf und übernahm dann vor der ersten Abfahrt die Führung. Sie gab beim Anstieg immer alles und mich freute es sehr, dass sie auch beim Downhill von Runde zu Runde schneller wurde. Super setzte sie auch das „Nachdrücken“ am höchsten Punkt des Anstiegs um, um möglichst schnell Geschwindigkeit für die Abfahrt aufzunehmen. Schneller als angenommen waren auch bei ihr die 6 Runden absolviert und sie konnte einen weiteren Sieg auf ihre Cup-Wertung verbuchen.

Links:
Nachbericht Mountainbike Challenge
Homepage Bike Battle

 

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