Bike The Bugles und ÖM 2013 – Krumbach

Sonntag, 25. August 2013 – heute stand das Abschlussrennen der Mountainbike Challenge – Bike the Bugles – am Programm und zugleich wurde auch die MTB Marathon Staatsmeisterschaft ausgetragen. Die Strecke wurde ein wenig verändert zum Vorjahr und hatte noch mehr Wiesen und Trail Stücke aufgeteilt auf 2 Runden mit insgesamt 72 Kilometer und 2700 Höhenmeter.

Sabine:
Österreichische Meisterschaften – mit 80 % zu Bronze
Nachdem ich mir das Knie in Graz verletzt hatte, war ich letzte Woche ziemlich deprimiert. Als ich am Donnerstag mein Knie noch immer nicht ganz abbiegen konnte – geschweige denn schmerzfrei bewegen, sah ich für das Wochenende bereits schwarz. Am Freitag war es zwar wieder ein bisschen besser, aber bei einer kleinen Ausfahrt mit dem Bike hatte ich noch immer gewaltige Probleme. Da sich meine Schwestern Eva und Ilse bereit erklärt hatten, mich am Sonntag zu betreuen, wollte ich es zumindest versuchen.
In der Startphase ging es mir zunächst ganz gut, aber bereits nach einer halben Stunde bemerkte ich auch warum: Mein linker Oberschenkel brannte mir bereits, da ich mit dem rechten verletzten Bein nur einen bescheidenen Druck aufs Pedal brachte. Also musste ich Tempo rausnehmen, um weiter fahren zu können. Auch bergab behinderte mich mein unbewegliches Knie, so dass ich vorsichtig und langsam fuhr. Am schlimmsten waren die flachen, rumpeligen Passagen, in denen man mittreten konnte oder sollte, denn hier waren die Schmerzen am größten. Die letzten km der ersten Runde waren eine reine Katastrophe, denn in den technischen Passagen störte mich das verletzte Knie bei jeder Wurzel. Nun überlegte ich wirklich, ob ich aufhören sollte. Auf jeden Fall wollte ich noch bis zur Labe nach der Zieldurchfahrt fahren, denn dort standen zum zweiten Mal meine beiden Schwestern mit einer Flasche. Sie sagten mir, dass ich an dritter Stelle liege und nur 2 bzw. 3 Minuten Rückstand hätte. Somit wollte ich versuchen, auch die 2. Runde noch zu schaffen. Am folgenden langen Anstieg konnte ich wieder zu den Fahrern aufschließen, die ich zuvor im welligen Terrain ziehen lassen musste. In der Abfahrt entkamen sie mir wieder und so fuhr ich die restliche Strecke bis ins Ziel alleine. Irgendwann in der 1. Runde ist auch mein Tacho ausgefallen, aber ich fuhr so wie so nur noch nach Gefühl oder besser gesagt nach Schmerzen – nur so schnell, dass sich der linke Oberschenkel nicht verkrampfte und das rechte Knie nicht zu sehr schmerzte. Bei der letzten Labe nahm ich mir noch ein Gel extra und schaffte es dann noch ganz gut bis in Ziel. Leider musste ich mich heute unter meinem Wert geschlagen geben, aber die Alternative wäre gewesen, gar nicht zu fahren oder aufzugeben. Hätte ich mich so entschieden, hätte ich mich sicher auch geärgert. Unter diesen Umständen muss ich mit meiner Zeit von 4:17 Stunden, zirka 7 min Rückstand auf die Siegerin Christina Kollman und 4 min auf Verena Krenslehner zufrieden sein.
Bei der abschließenden Siegerehrung wurden noch Interviews mit uns gemacht und die Medaillen überreicht.
Besonders erfreulich war für mich, dass ich die Gesamtwertung der Challenge überlegen gewinnen konnte. Von den 5 Rennen, die ich fuhr, konnte ich 4 gewinnen und somit fast das Punktemaximum erreichen.

Alex:
Nach meinem verpatztem Auftritt in Stattegg hoffte ich auf eine deutliche Leistungssteigerung und eine Fahrt ohne technische Probleme. Da auch die Staatsmeisterschaft auf diesem Kurs ausgetragen wird, sollte es auf jeden Fall ein spannendes Rennen zu werden. Die Gesamtstarterzahl auf der Classic Distanz war zwar nicht so hoch wie erwartet, aber vermutlich haben doch einige wegen der schlechten Wetterprognose verzichtet. Aber die Anzahl der Spitzenfahrer war natürlich immens hoch.
Pünktlich zum Start setzte auch der Regen ein und machte die ohnehin sehr kraftraubende Strecke noch schwieriger. Die viele Wiesenstücke und kurzen steilen Anstiege waren jetzt noch schwieriger. Der Kurs ist sehr Cross Country ähnlich und macht eigentlich richtig Spaß. Leider war meine Leistung am Sonntag sehr bescheiden und ich quälte mich von Beginn weg und kam nie in meine üblichen Pulsbereiche. Obwohl mein Durchschnittspuls um mehr als 15 Schläge unter den anderen Rennen lag, hatte ich am Montag so schwere Beine wie noch nie heuer. Zum Rennen gibt es nicht viel zu sagen. Wir wurden von Sabines Schwestern Eva und Ilse betreut, was echt toll war, aber leider half mir das nichts. Ich verlor in jeder Runde einige Plätze und rettet mich gerade noch vor Sabine ins Ziel. Aber zumindest ging es mir auf den Abfahrten ganz gut und außer einem gebrochenem Flaschenhalter und einer fast verlorenen Satteltasche hielt auch das Material dem anspruchsvollem Rennen stand.
Ich belegte mit einer Zeit von 4:07:55 Stunden den 21. Gesamtrang und Platz 5 meiner AK. Durch den Verzicht einiger Fahrer auf dieses Rennen belegte ich sogar den 3. Gesamtrang in der Challenge Wertung. Jetzt wird erst mal regeneriert und beim Granitbeisser wird nochmals ein tolles Ergebnis angepeilt.

Links zum Rennen:
Ergebnisse Krumbach
Gesamtwertung Challenge
Bericht Homepage Veranstalter
Bericht Radstars.at

Bilder vom Rennen:

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