BikeNight 2014 – Flachau

Nachdem es uns im Vorjahr sehr gut bei diesem Event gefallen hat, wollten wir auch heuer wieder an der Bike Night Flachau teilnehmen. Also legten wir unseren Sommerurlaub um das Wochenende des 8. und 9. August und verbrachten eine super Woche mit der Familie von Sabine’s Schwester im Harmls-Aparthotel in Flachau. Der Zufall wollte es, dass die Besitzerin des Hotels, Theresia Harml, auch eine der Pioniere des Mountainbike Sports in der Flachau ist.
Wir waren also bestens betreut und durften auch noch ihr Tauernhof Team verstärken.
Am Sonntag starteten dann unsere beiden Töchter und unsere Nichte auch noch beim Kinderrennen.

Sabine:
Der Wetterbericht für den Samstag war sehr schlecht, zunächst war es aber noch sehr schön. Meine Schwester Eva und ihr Mann Robert passten an diesem Nachmittag auf unsere Mädchen auf, die mit unserer Nichte Nina spielten. Die gute Laune steckte uns an, auch das Wetter war noch gut drauf und so fuhren wir bereits um 16 Uhr die Strecke ab, da wir ab 16:30 Uhr Dressenausgabe und Foto-Shooting im Tauernhof hatten. Zum Schluss kam auch noch Christian Ghedina vorbei und komplettierte so unser Team. Als wir um 17:30 Uhr damit fertig waren, schüttete es bereits und wir schafften es gerade noch zu unserem Bus und wagten uns nicht mehr raus. Alex weigerte sich, an der Qualifikation teilzunehmen und ich konnte mich erst um 17:45 Uhr dazu aufraffen, nachdem ich die gesamte Regenkleidung, die wir mithatten, angezogen hatte. Da es schon spät war, fuhr ich direkt zum Start und einmal die Runde. Danach radelte ich direkt zum Bus, mit dem wir in die Unterkunft fuhren, wo ich mich duschte und umzog.
Pünktlich um 19:45 Uhr stand ich wenig aufgewärmt und skeptisch im ersten Startblock. Die stärksten Damen, Christina Kollmann und die Weltcup-Fahrerin Pavlina Sulcova, hatte ich vor mir und ich versuchte, sie nicht aus den Augen zu verlieren. Christina startete sehr schnell, ich konnte aber gut an ihr dran bleiben. Meine Oberschenkel waren zwar ziemlich verspannt, das wunderte mich aber nicht bei dem mangelhaften Aufwärmprogramm. Ich hoffte, dass ich nach einigen Runden ein bisschen besser ins Rennen finden würde, aber dem war nicht so. Mein Puls war ungefähr so hoch wie nach 5 Stunden in Weissenbach, höher wollte er nicht und meine Beine fühlten sich so an, als wäre ich schon 1000 Höhenmeter gefahren. Nun galt es, das Beste daraus zu machen. Diese Hoffnung hatte ich nun auch und ich konnte Christina dann in der 3. Runde vor der Brücke überholen, da es mir im Flachen besser ging als bergauf. So fuhr ich Runde um Runde und freute mich, als ich einige Mädchenstimmen hörte, die mich kräftig anfeuerten: „Hopp auf Mama, super Mama!“ Das motivierte mich natürlich und so fuhr ich einige ganz passable Runden. Danach musste ich leider einige Stürze und Zusammenstöße mitansehen und mit einem Mal war das Rennfieber erloschen. Das Ärgste war eine Situation, als ich zur Brücke kam: Ein Fahrer war bereits (laufend) auf der letzten Stufe und wurde von dem Hinteren, der fahren wollte, angebrüllt. Dieser wusste natürlich nicht, wohin er sollte und lief so schnell es ging weiter. Auf den zweiten Stiegen rauf, das Gleiche nochmals, obwohl der Fahrer/Läufer wirklich schnell lief, so schnell, bis er kurz vor Ende der Brücke ausrutschte und ihm der Hintere dreinkrachte. Die Räder verkeilten sich, die beiden Fahrer auch mittendrunter. Ich war dann die erste, die hinter den beiden warten musste. Nun versuchte mich ein anderer Fahrer zur Seite zu schieben und über die beiden drüber zu klettern. Das ging aber eh nicht. Mittlerweile konnte der Vordere sein Bike etwas zur Seite zerren und ich konnte vorbei. Nun fragte ich mich wirklich, was ich hier eigentlich mache, das hat mit den Marathons (und den beiden super Rundenrennen), die ich sonst fahre nichts mehr zu tun. Aufhören wollte ich nicht, da ich ja sogar in Führung lag, also fuhr ich bergab noch vorsichtiger und mit entsprechendem Abstand. Gegen Ende des Rennens bei der Labe riefen dann die Zuschauer und Betreuer, dass nur noch 10 min zu fahren sind. Also dachte ich mir, dass ich nun noch 2 Runden fahren muss. Leider habe ich dann die Glocke für die Schlussrunde nicht gehört und ließ 10 m vor dem Ziel Barbara Mayer, die ich für einen Mann hielt, vorbei. Somit wurde ich zwar um 2 sec. nur Gesamtzweite, konnte aber meine Altersklasse überlegen gewinnen. Merkwürdig ist für mich nur die Siegerzeit von 2:04:37. Da müsste ja der Sieger die letzte Runde fast 2:30 min schneller gefahren sein als seine vorigen Runden. Auf der anderen Seite verstehe ich auch den Veranstalter, dass sie dieses Rennen überpünktlich beendeten, denn es gab ziemlich viele Unfälle und Stürze. Schade, denn ich glaube, wenn alle rücksichtsvoll gefahren wären, wäre gar nicht so viel passiert.

Alex:
Obwohl diese Rennen mitten in unserem Sommerurlaub stattfand, fühlte ich mich körperlich nicht 100% fit aber geistig hatte schon die Erholung eingesetzt und da das Rennen ja nur knapp über 2 Stunden ging, machte ich mir keine Sorgen. Der Urlaub bisher war absolut spitze und wir hatten sogar Wetterglück mit wenig Regen und 2 Badetagen. Leider kam genau zur Bike Night das Gewitter und meine Motivation war im Keller. Ich ließ das Qualifying aus und musste deshalb aus dem 3. Startblock starten. Durch die verkürzte Runde war es sehr schwierig Fahrer zu überholen und es dauerte bis zu 3. Runde, ehe ich mit halbwegs gleichstarken Fahrern unterwegs war. Auf dem kurzen Bergaufstück, überholte ich aber immer wieder Fahrer, wobei mich manche dann wieder bergab überholten. Es war rutschig und durch die Dunkelheit war auch die Sicht eingeschränkt, da wollte ich auf keinen Fall etwas riskieren. Leider begann dann schon ab Runde 5 das Überrunden, das teilweise wirklich gefährlich war. Ich fuhr auf dem kurzen Bergaufstück immer Vollgas, aber die anderen 2 Drittel der Strecke sehr zurückhaltend. Nur die Brücken mit den 3. Stufen machten wirklich Spaß, solange kein Fahrer vor mir abstieg und damit die Durchfahrt blockierte. Aber die Zuschauer waren der Hammer und gaben alles, teilweise standen sie so eng wie man es aus den Bergetappen der Tour de France kennt. Die Veranstalter machten das Beste aus dem Rennen, aber durch den Wegfall der Hermann Maier Piste, war der Kurs für die vielen Starter zu kurz. Vermutlich wäre es sicherer gewesen trotz des tiefen Bodens über die Schipiste zu fahren. Die Strecke wäre breit genug gewesen …
Dennoch das Rennen war sicher einer der Höhepunkte einer SUPER Woche in der Flachau! Wir wurden spitzenmäßig von Theresia Harml und ihrem Team versorgt und falls es passt, würden wir gerne nochmals kommen – den Winterurlaub werden auf jeden Fall wieder bei Theresia in der Flachau verbringen.

Nicole:
Nicole startete als Favoritin in das Rennen der U9. Auch bei den Kinderrennen waren viele Zuseher und die Strecke war bis U13 nicht besonders schwierig. Obwohl die Kinder den selben Start wie die Erwachsenen benutzten und damit über die selbe Wiese fahren mussten, hatten die Veranstalter den Kurs so umgesteckt, dass die Kinder fast alle schlammigen, von den Erwachsenen zerfahrenen Passagen, umfuhren. War Nicole nach dem Start noch an 2. Position der Mädchen, hatte sie auf der langen Geraden bereits einige Buben und alle Mädchen hinter sich gelassen. Bei der Brücke entstand durch 2 Buben, die über die Brücke die Räder schoben ein kleiner Stau, aber Nicole löste das super, sprang aus dem Sattel, rannte schiebend über die Brücke und sprang im Laufen wieder aufs Rad. In den nächsten beiden Runden konnte sie noch einige Buben überholen und gewann nach 7.31,7 Minuten mit 22 Sekunden Vorsprung auf ein Mädchen aus Deutschland.

Clara:
Nachdem Clara bei diesem Rennen im letzten Jahr gleich beim Start mit einem anderen Teilnehmer kollidiert ist und dannach nicht mehr weiterfahren konnte, war sie natürlich sehr nervös. Insgesamt standen auch bei ihr 7 Mädchen am Start. Ab der U13 war der Kurs länger und es war auch ein richtiger Anstieg zur Kirche zu bewältigen. Auch wenn dieser Anstieg nicht sehr lang war, war er dennoch schwierig, da er steil war und am Fuße bei der Einfahrt eine 90° Kurve hatte. Man musste hier taktisch fahren, um aus dem Flachen den Schwung mitzunehmen, aber auch den richtigen Gang zu wählen. Während Nicole und Sabine im Zielbereich anfeuerten, bezog Alex hier auf dieser Steigung Stellung. Nach der ersten von 6 Runden lag Clara hier noch an der 4. Stelle, aber die ersten 5 Mädchen waren knapp beisammen. In der 3. Runde war die Führende einige Sekunden voraus und Clara überholte am Anstieg das Mädchen vor ihr und war damit an 3. Stelle. In der nächsten Runde waren alle 3 führenden Mädchen wieder knapper zusammen, nur durch einige Sekunden getrennt. Alles war noch möglich. In der letzten Runde war es immer noch knapp, aber die Führende hatte wieder ein paar Meter mehr Vorsprung. Schließlich erkämpfte sich Clara mit einer Fahrzeit von 16.26,4 Minuten den 3. Platz, nur 6 Sekunden hinter der 2. Platzierten und 30 Sekunden hinter der Siegerin. Am meisten freut mich ihre Steigerung, lag sie doch in Kleinzell 5 Minuten hinter Valentina, der Siegerin in diesem Rennen, und in Pöllau auch noch 3 Minuten.

Ergebnisse BikeNight 2014
Homepage BikeNight
Optimales Familien Hotel
Bike Hotel Tauernhof
Bike Team Tauernhof
Nachbericht Bikeboard

Bilder vom Rennen:

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