Eisenwurzen Marathon 2012 – Garsten

Am Sonntag, dem 3. Juni 2012 starteten wir beim Eisenwurzen-Marathon in Garsten mit 71 km und 2170 Höhenmetern. Dieses Mal fuhren wir von Pöverding (bei Melk) hin, da Oma und Opa bei ihnen zu Hause auf unsere Kinder aufpassten (DANKE!) und da wir die letzten Male fast zu knapp dran waren, kamen wir dieses Mal bereits kurz nach 8 Uhr in Garsten an und hatten noch zwei Stunden bis zum Start. Dieser Marathon wird in fast zwei identischen Runden mit insgesamt 7 Anstiegen ausgetragen und soll den Fahrern mit einem recht zähen Wiesenanstieg am Ende jeder Runde nochmals alles abverlangen.

Sabine:
Das letzte von vier aufeinanderfolgenden Rennen stand bevor und wir waren gespannt, wie es uns auf diesem uns unbekannten Kurs gehen wird. Die stressfreie Vorbereitung auf des Rennen war super und so standen wir fast relaxed im vorderen Startblock. Zu Beginn war das Tempo sehr hoch und auf dem ersten Anstieg ging es mir noch nicht so gut. Auf den letzten Kilometern des Anstiegs wurde es dann flacher und das Tempo wurde verschärft und so musste ich ziemlich kämpfen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Nach dem anschließenden Downhill ging es zuerst steiler und dann wellig ständig bergauf und schön langsam kam ich in Fahrt. Da der dritte Anstieg am Ende in ein steiles Wiesenstück mündete, vor dem schon einige gewarnt hatten, war ich froh, dass ich in Steffen Riemer, einem Zweirad Janger Simplon-Fahrer einen netten Mitstreiter hatte, bei dem ich mich auch anhängen konnte. Bergab fuhr ich auf den sehr gatschigen und mit vielen rutschigen Wurzeln versehenen Downhills vor allem in der ersten Runde sehr dosiert, bergauf lief es immer besser und das steile Wiesenstück war kein Problem. Auf der zweiten Runde ging es mir sehr gut, bergab fuhr ich nun schneller und es war eigentlich besser zu fahren als mit geringerem Tempo. Vor dem Wiesenstück hatte ich mich schon auf Platz 30 vorgearbeitet, konnte dort noch zwei Fahrer und im letzten Gegenanstieg weitere zwei Fahrer überholen, sodass ich als 26. durchs Ziel fahren konnte. Mit einer Zeit von 3:50:00.94 Stunden gewann ich mit 35 min Vorsprung auf Lisa Ribarich die Damenwertung.
Alex:
Nach dem für mich hervorragenden Rennen, vermutlich dem besten bisher überhaupt, in Kleinzell, ging ich natürlich mit großen Erwartungen auch in diesen Marathon. Leider hat es mich unter der Woche ein paar Mal beim Trainieren und in die Arbeit Radeln angeregnet und ich war ganz leicht erkältet, aber das sollte hoffentlich kein zu großes Problem werden.
Mit dem Wissen aus Kleinzell, dass meine direkten Kontrahenten etwas stärker bei ganz steilen Anstiegen sind, ich aber bei welligem und ruppigem Terrain, war ich auf die mir unbekannte Strecke gespannt. Mein Plan sah vor in der ersten Runde dran zubleiben, um im letzten Drittel anzugreifen. Nach dem wie immer sehr nervösen und gefährlichen neutralisierten Start, wo es wichtig ist, vorne zu bleiben, um in keine Scharmützel zu kommen, ging es in den ersten Berg und nachdem es „nur“ 2200 Höhenmeter zu bezwingen gab und wir „Classic“ Fahrer mit den „Small“ Fahrer starteten, war das Tempo irre hoch. Nach einiger Zeit hatten sich die ersten Gruppen gebildet und ich fuhr in einer Gruppe mit ca. 7-9 Männern. Da wir in der ersten Runde ja mit den Small-Fahrern unterwegs waren, war es etwas schwierig den Überblick zu behalten. Beim 2. Anstieg hatte sich unsere Gruppe gesprengt und ich fuhr in der 2. Ich merkte, dass es nicht ganz so gut lief wie in Kleinzell und ich nicht so gut die „Schmerzen“ wegstecken konnte. Vor dem letzten sehr, sehr steilen Wiesenanstieg, der durch den vielen Regen am Vortag sehr tief war und die Reifen förmlich anklebten, kam ein welliges Stück und ich konnte die 4 anderen Fahrer meiner Gruppe hinter mir lassen. Beim steilen Wiesenanstieg hatten sie noch Sichtkontakt, aber nach den nächsten 2 Anstiegen und den schwierigen, rutschigen Downhills war der Abstand schon größer und ich sah meine Verfolger nicht mehr, aber auch keine anderen Fahrer vor mir. Beim vorletzten Anstieg wurde ich noch von einem jüngeren Fahrer ein- und überholt, aber ich konnte mich zu keiner Gegenattacke mehr überwinden.
Nach 3:25:05 erreichte ich als Gesamt 8. und Sieger meiner Altersklasse das Ziel. Auch wenn es mir nicht ganz so gut ging wie vor einer Woche, war es dennoch ein tolles Rennen.
Zum Tagessieger hatte ich nur 15 Minuten Rückstand und zum 2. in meiner Altersklasse immerhin 2 Minuten Vorsprung.
Jetzt gibt es 3 Wochen Rennpause mit ordentlich Training und dann geht es weiter am 23. Juni in Maria Lankowitz.

Links zum Rennen:
Homepage Veranstaltung mit Nachbericht
Ergebnisse Garsten 2012

Bilder vom Rennen:

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