Granitbeisser 2011 – St. Georgen am Walde

3. September 2011: Abschlussrennen der TopSix Serie und auch so etwas wie ein Heimrennen für uns als Mühlviertler. Traumhaftes Wetter und eine neue Extrem Strecke mit 87 Kilometer und 3160 Höhenmeter erwarteten uns. Die Strecke war gespickt mit typischem Mühlviertler Gelände und Wegformen: Viele kurze und steile Anstiege, noch steilere Abfahrten, viele Bachüberquerungen, einige tolle Trails und auch einige kleine Asphalt- und Schotterstraßen.

Sabine:
Die Vorbereitungen für das Rennen liefen sehr gut und wir fuhren noch kurz vor dem Start zum Auto, um unsere Verpflegung zu holen. Ich lehnte mein Bike beim Radträger an und kramte im Auto nach den Gels, als es draußen auch schon krachte. Mein Rad war umgefallen. Schon beim Wegfahren merkte ich, dass hinten etwas schleifte. Irgendetwas passte hinten bei der Bremsscheibe nicht. Gott sei Dank war nur der Schnellspanner aufgeschlagen worden und das Hinterrad lief wieder ordentlich. Beim Start wurde ich auch noch interviewt, was den Verlauf der Saison und die Erwartungen für das heutige Rennen betraf. Nach de m Start ging es schon mit hohem Tempo los und Christine Verhas fuhr so schnell, dass ich schon einen kleinen Abstand lassen musste, aber bereits nach der ersten Abfahrt hatte ich die XC-Fahrerin wieder eingeholt und konnte bei einer technischen Passage mit vielen Wurzeln an ihr vorbeifahren. Auf den nächsten Kilometern hing sie immer an meinem Hinterrad und sie konnte mich in einem der vielen steilen Anstiege überholen. Bis Kilometer 30 kam ich mit den steilen Anstiegen nicht so gut zurecht und so musste ich Christine ziehen lassen. Erst in den flacheren Passagen konnte ich wieder zu ihr aufschließen und sie schließlich dann auch hinter mir lassen. Auch wenn es im Steilen vielleicht nicht so perfekt lief an diesem Tag, so ging es mir im Flachen und vor allem bergab super. Nach der Hälfte des Rennens verabschiedete sich nach längerer gemeinsamer Fahrt mein Begleiter mit der Nummer, denn er hatte Magenprobleme und so fuhr ich ab diesem Zeitpunkt allein weiter. Unzählige Anstiege und tolle Abfahrten mit teils abenteuerlichen Bachüberquerungen warteten auf der zweiten Hälfte auf uns. Es lief alles super, bis mir wie allen anderen 10 km vor dem Ziel das Trinken ausgegangen ist, gerade in dem Bereich, wo wir sehr viel in der Sonne fuhren. Hier musste ich am meisten kämpfen, denn es fiel nicht nur die Leistung ab, sondern auch die Motivation war im Keller. In dieser Phase wurde ich zwar zweimal überholt, konnte aber selbst noch einen Fahrer überholen. 3 km vor dem Ziel stand die Rettung: Etliche Jugendliche standen mit Mineralwasser auf einer Anhöhe und füllten Wasser nach – danke Burschen! So schaffte ich es heil, glücklich und als Siegerin nach 5:06:37 ins Ziel. Ich konnte ohne Betreuung auf dieser anspruchsvollen Strecke und bei diesen Bedingungen schließlich 15 min auf die zweitplatzierte Manuela Grünzweil (Amateur Marathon Staatsmeisterin Straße) und 30 min Vorsprung auf Christine Verhas (Vizestaatsmeisterin im Mountainbike Marathon) herausfahren. Mit dieser Spitzenleistung findet diese sehr erfolgreiche Saison ihren krönenden Abschluss.
Da ich alle Rennen der TopSix-Serie gewonnen habe, bei denen ich angetreten bin, wurde ich auch Gesamtsiegerin!

Alex:
Nach dem schlechten Abschneiden in Graz, waren die Erwartungen natürlich nicht zu hoch. Ziel für fuhr den Granitbeisser war ein ordentliches Rennen ohne Sturz zu fahren. Auf Grund der Probleme im linken Oberschenkel vor 14 Tagen, nahm ich mir vor, das Rennen dieses Mal etwas verhaltener zu starten. Der Start war um 9 Uhr, aber wir hatten schon strahlenden Sonnenschein mit angenehmen Temperaturen. Nach dem Start verengte sich die Strecke ziemlich rasch und es ging nach einem kurzen Bergaufstück sofort in den ersten Trail. Danach ging es im ständigen Auf und Ab bis zum höchsten Punkt am Bärenkopf, wo uns eine Schiebepassage erwartete. Ich fuhr nicht ganz auf Anschlag und versuchte speziell in den vielen steilen Anstiegen mit eher hoher Trittfrequenz zu fahren, da ich leider immer noch die Muskelverhärtung im linken Oberschenkel spürte, wenn ich mit voller Kraft und niedriger Frequenz in die Pedale trat. Speziell auf den ersten Abfahrten fuhr ich sehr vorsichtig und um einiges langsamer als üblich um wieder etwas Sicherheit zu bekommen. Von Abfahrt zu Abfahrt ging es besser, auch wenn ich bis am Schluss nicht ganz an das Niveau vom Juli heran kam. Auch bergauf ging es ab der Hälfte etwas besser, auch wenn ich die vielen steilen Anstiege etwas verhaltener fuhr um nicht wieder einen Krampf im linken Oberschenkel zu bekommen. Das Feld splittete sich sehr rasch auf und ab Kilometer 20 war ich eigentlich immer alleine unterwegs. Da es aber nur sehr wenige Flachstücke gab, war das kein Nachteil. Die neue Strecke war sehr abwechslungsreich, aber leider war die letzte Labe bereits 27 Kilometer vor dem Ziel. Und so ging allen Fahrern ca. 13-10 Kilometern vor dem Ziel das Wasser aus und die letzten Kilometer wurden so noch schwerer. Ca. 18 Kilometer vor dem Ziel sah ich Marco am Wegesrand stehen und er versuchte sein Hinterrad nach einem Patschen wieder flott zu machen. Da es bei ihm noch um die Gesamtwertung ging, blieb ich stehen und wir befüllten mit meiner Patrone seinen Reifen mit Luft und fuhren dann gemeinsam bis ins Ziel. Hier überholten uns ca. 3-4 Fahrer, wobei ich einen wieder einholen konnte. Nach 5:01:45 Stunden erreichte ich schließlich als 23. (6. meiner Altersklasse) das Ziel und war mit der Leistung gar nicht so unzufrieden. Kein Sturz, kein Krampf und ordentliches Rennen (wenn auch nicht am letzten Zacken).
In der Gesamtwertung der TopSix Serie belegte ich schließlich den 6. Platz. Insgesamt war die Saison etwas durchwachsen, aber zumindest bei der Transalp hat die Form gepasst.

Homepage Granitbeisser: Granitbeisser.at
Ergebnisse: Extrem
Homepage TopSix: topsix.at

4 Comments on “Granitbeisser 2011 – St. Georgen am Walde

  1. Hi Ihr 2,
    @Sabine: Gratuliere zu einer wahrscheinlich fast perfekten Saison! Wahnsinns Leistungen!
    @Alex: Gratuliere auch Dir, auch wenn Du selber nicht ganz zufrieden bist mit Deiner Saison. Ich wäre schon mehr als zufrieden mit nur annähernd Deinem Leistungsvermögen 😉
    LG, Haui

  2. nochmals danke für die patrone 🙂 es hat schon viel geholfen… LG und bis zum nächsten jahr! marco

  3. Danke….. Nächstes Jahr wird nochmals angegriffen, wir sind ja nicht mehr die jüngsten!

  4. Marco nix zu danken, war ganz klar … und es war eine irre Saison von dir. Echt Super Leistungen …
    Grüsse auch an Margit, die ja auch eine tolle Saison gefahren ist.
    Wir sehen uns nächste Saison …

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