Granitbeisser 2012 – St. Georgen

Samstag, 1. September 2012 – unser zweites Heimrennen im Mühlviertel und zugleich das Abschlussrennen der TopSix Serie und unser Saisonabschluss. Zu bewältigen waren 90 Kilometer und 3060 Höhenmeter bei kaltem und nassem Wetter. Dennoch war die Vorfreude groß und wir konnten sehr gute Ergebnisse einfahren.

Sabine:
Da Oma und Opa zum Kinder Aufpassen zu uns nach Neumarkt kamen, konnten wir stressfrei nach St. Georgen anreisen. Leider brauchten wir etwas länger für die Vorbereitungen vor Ort und so fiel das Einfahren kurz aus. Nach dosiertem Start, konnte ich bald das Tempo forcieren und nach 10 km fuhr ich in einer Vierergruppe mit drei Männern bis km 30. Leider stürzte einer meiner Mitstreiter und ein anderer fiel zurück, so dass ich nun mit Peter Potocnik weiter kämpfte. Bei km 50 ging es mir dann nicht so gut, ich versuchte aber, möglichst lange noch mit ihm mitzufahren. In den flachen Passagen und bergab schaffte ich immer wieder den Anschluss und so war ich ganz zufrieden mit meiner Taktik. Nach der letzten Labe (bei km 72) bekam ich dann Magenschmerzen, vielleicht hatte ich zu viel Kaltes auf einmal getrunken, und so musste ich etwas zurückschalten. Hier hatte ich dann 10 km lang einen ordentlichen Kampf mit der Strecke und mit mir. Erst danach fand ich wieder ein bisschen ins Rennen und fuhr auf dem letzten Zacken bis ins Ziel. Nach 5:28 Stunden hatte ich die 90 km geschafft und einen Vorsprung von fast 16 min auf Petra Marchart-Robeischl und 55 min auf Rosemarie Steinreiber, die sich bei einem Sturz eine schwere Verletzung an der Hand zugezogen hatte, herausgefahren. Die Bedingungen waren äußerst schwierig, ein zwischenzeitlicher Regenguss sorgte für zusätzliche Abkühlung und die anspruchsvolle zweite Hälfte des Rennens verlangte uns Fahrern alles ab. Besonders erfreulich war für uns Damen, dass die Veranstalter das Preisgeld für uns drei ausbezahlt haben, obwohl in der Ausschreibung stand, dass nur bei 5 Finishern Preisgeld bezahlt wird. Beim Bergsprint hatte ich ebenfalls die Nase vorne und konnte auch die Gesamtwertung der Top-Six-Serie mit drei Siegen und zwei 2. Plätzen gewinnen! Ein sehr erfreulicher Abschluss für mich!

Alex: Mit großer Vorfreude sah ich diesem Rennen entgegen und auch das schlechte Wetter stand dem nicht entgegen. Ich hatte schließlich noch den 2. Platz in der Gesamtwertung zu verteidigen und auch in der Tageswertung meiner Altersklasse wollte ich auf das Podest fahren. Wie schon öfter bekamen wir leider ziemlichen Stress vor dem Rennen, obwohl Oma und Opa zu uns kamen um auf die Kinder aufzupassen. Wir konnten nur ca. 10 Minuten einfahren und kamen erst 5 Minuten vor dem Start in den Startblock. Aufgrund der harten Strecke und des Wetters waren nicht viele Starter auf der Langdistanz am Start, aber natürlich fanden sich alle meine direkten Konkurrenten am Start ein.
Ich startete das Rennen etwas verhaltener als in Krumbach und konnte mich so zwischen Platz 13 und 16 einreihen. Helmut Puchwein war etwas vor mir und Adolf Wakonig zu Beginn hinter mir. Helmut schied später aus und bei der alljährlichen Schlammschlacht durch das Hochmoor vor dem Bärenkopf, schloss Adolf mit einem anderen Fahrer zu mir auf. Während ich versuchte fahrend durch den tiefen Boden zu kommen, lief er an mir vorbei. Das bedeutete für mich: Auch runter vom Rad und hinterher. Danach blieben wir zusammen in einer 4’er Gruppe. Leider verfuhren wir uns kurz vor dem Bergsprint, aber wir verloren nicht viel Zeit, maximal 1-2 Minuten. Beim Bergsprint gab ich Gas und obwohl ich etwas schwer bin für aufgeweichte Wiesenböden konnte ich den 10. Rang einfahren. Im danach folgenden Flachstück fuhren wir dann zu dritt und das blieb auch so bis zum Abzweig der Medium Strecke. Da passierte mir leider ein Missgeschick und ich ging, aufgrund eines Kettenklemmers kurz zu Boden und verlor den Anschluss an meine beiden Mitstreiter.
Ich schaffte es leider nicht mehr ganz an meine Grenzen zu gehen und fuhr deshalb die letzten 40 Kilometer alleine ohne Boden auf Adolf gut zu machen, aber ich wurde auch nicht mehr überholt. Bei den Verpflegungsstationen feuerte mich immer Ewald an, der leider gleich am Anfang einen Kettenriss hatte und nun seine Frau und alle ihm bekannten Fahrer unterstütze (und sei es nur mit Anfeuerungen oder dem schnellen Flaschenreichen). Ich merkte, dass mich die anstrengende Arbeitswoche und die bevorstehende Dienstreise nach Amerika mehr beschäftigte als ich mir eingestand und musste sehr oft an die Arbeit denken. Vermutlich auch ein kleines Mosaikstück für die nicht 100% Leistung. Schließlich erreichte ich nach 5:15:22 Stunden als Gesamt 16. und 3. meiner Altersklasse das Ziel. Adolf wurde 2. und damit konnte ich meinen 2. Gesamtrang bei der TopSix Wertung verteidigen. Der Sieg in unserer Altersklasse ging an den mir unbekannten Fahrer, Jaksch Michael, mit dem wir einige Zeit unterwegs waren.
Es war ein großartiger Abschluss einer für mich sehr tollen Saison. Auch wenn ich am Schluß nicht mehr ganz an die Leistungen des Frühjahrs anschließen konnte, hätte ich mir vor der Saison nie gedacht auch nur um Klassensiege mitzufahren. Schließlich konnte ich mich von Platzierungen um Gesamtrang 30 – 40 auf Plätze in den Top 20 verbessern.

Links zum Rennen:
Bildbericht Bikeboard
Granitbeisser Homepage
Bericht Radmarathon.at
Ergebnisse Extrem Strecke
Ergebnisse Bergsprint
Ergebnisse TopSix Gesamt
Videos vom Granitbeisser 2012

Bilder vom Rennen:

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