Granitmarathon 2013 – Kleinzell

Pfingsten ist Granitmarathon Zeit! Auch im Jahr 2013 fand zu Pfingsten am 18. Mai 2013 wieder der Granitmarathon in Kleinzell statt. Dieses Rennen gehört zu den tollsten in Europa und zu unseren Lieblingsrennen: Wir haben nur 60 Kilometer Anreise, das Terrain in Kleinzell ist typisch für das Mühlviertel mit kernigen Anstiegen und lässigen Trails, ständig auf und ab und viele, tolle Helfer an der Strecke.
Und wer jemals bei einer Siegerehrung dabei war in Kleinzell, mit Bundeshymne, ORF OÖ Bühne und hunderten Zuschauern im Zelt, fragt sich, warum alle Welt an Ischgl, Kirchberg oder Riva denkt, wenn man von großen Marathons mit guter Stimmung spricht.
Wie ging es uns auf den 78 Kilometern und 2500 Höhenmetern?

Sabine:
Heuer wollte ich unbedingt mal in Kleinzell gewinnen – ist schließlich das 3. Mal auf der Classic-Strecke für mich. Nach einer sehr flotten „Startrunde“ fand ich bald ein super Tempo und freute mich schon auf die ersten Abfahrten, die mir heute aber mehr Probleme machten als sonst, denn bereits nach ca. 6 km verlor ich meine Trinkflasche. Also schaltete ich bergauf einen Gang runter. Dann einige km später ging es bergab und ich rutschte in einer Kurve weg, ich hatte nämlich vergessen, die Federgabel zu entsperren, also bergab auch einen Gang runterschalten und wieder volle Konzentration aufs Fahren und nicht nur aufs Trinken. Endlich kam ich zur ersten Labe und hatte wieder etwas zu trinken, auch wenn das Trinken aus der Petflasche sehr mühsam war. Ein kurzes Stück fuhr ich auch mit Jürgen Kopecek gemeinsam, der ebenfalls für www.sportlehner.at fährt und leider traf ich auch Alex (bei ca. 30 km) auf der Strecke, der diesmal wirklich kein Glück hatte. Nach der ersten Runde fuhr ich dann viel allein, dafür aber sehr gleichmäßig. Ich organisierte mir auch zweimal eine Trinkflasche, danke an die Betreuerin von „ARBÖ Merida Polizei Wien“ und an den Betreuer mit dem Rennradl für die Flasche!!! Da es mir bis zum Ende des Rennens vor allem bergauf noch sehr gut ging, wollte ich beim Bergsprint schauen, ob ich das Tempo noch ein bisschen forcieren kann. Es ging so halbwegs, aber nach 77 km ist das etwas schwierig und so freute ich mich, als ich endlich im Ziel war. Mit einer Zeit von 4:26 Stunden habe ich nun auch den Klassiker in Kleinzell gewonnen, was mich unter diesen Bedingungen besonders stolz macht.
So nun ist aber noch einiges zu tun: nämlich einen ordentlichen Flaschenhalter finden, wo man nicht dauernd die Flaschen verliert und mehr mit dem neuen Bike fahren, denn ich glaube, aus uns beiden könnte noch was werden.

Alex:
Nach der Steigerung in Singen, erwartete ich auf meiner Lieblingsstrecke noch mehr und es fing sehr gut an. Wir waren rechtzeitig am Start und das Wetter war optimal. Ich konnte vom Start weg mit meinen direkten Konkurrenten mithalten und wir fuhren in einer Gruppe von 6, 7 Fahrern und kämpften um Platz 18 bis 24. Die Fahrer in meiner Gruppe waren fast alle auch im Vorjahr immer mit mir im Kampf um die Plätze dabei und ich wusste deshalb schon, dass es heute besser geht. Bergauf musste ich zwar kämpfen, aber bergab ging es mir sehr gut.
Leider rutschte mir gleich nach dem Start der Pulsgurt nach unten, aber heute ging es nur darum an der Gruppe dran zubleiben. Beim steilsten Stück in der ersten Runde, ca. nach Kilometer 30 dann das nächste Pech. Wir fuhren in den Anstieg und nach 5 Metern auf einmal ein Zischen und jeder wusste, jemand verliert Luft. Alle 7 schauten nach unten, aber nur ich musste stehen bleiben. Die Enttäuschung fuhr mir in die Knochen und im ersten Augenblick, wollte ich aufgeben. Aber dann dacht ich mir, Wettkampf ist das beste Training. Also runter vom Rad, Laufrad ausbauen, Loch suchen. Leider war es ein Schnitt im Mantel von ca. 7 mm, den auch die Milch nicht mehr abdichten konnte. Also Schlauch montieren und Klebeband zwischen Schlauch und Mantel beilegen. Wie immer bei dieser Art von Reparatur (noch dazu wenn vorher Milch im Reifen war) dauert es ein wenig. Nach ca. 10-12 Minuten war wieder alles gerichtet und in der Satteltasche verstaut. Sabine war inzwischen auch vorbei und ich fuhr wieder weiter. Motivation war leider etwas weg und ich konnte mich nicht mehr so quälen wie vorher. Kurz vor Ende der ersten Runde lockerte sich auch noch der Lenker, wieder 2 Minuten Pause.
Bei der Zieldurchfahrt der ersten Runde holte ich Sabine wieder ein. Sie fuhr mangels ganz starker Konkurrenz recht locker dahin und wir fuhren ca. 5 Minuten gemeinsam. Dann fuhr ich mein Tempo, eventuell konnte ich noch einige Plätze gut machen.
Schließlich erreichte ich als 42. und 12. meiner Altersklasse das Ziel.

Ergebnisse Classic
Homepage Kleinzell

Bilder vom Rennen:

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