Granitmarathon 2014 – Kleinzell

Zu Pfingsten ist Granitmarathon-Zeit! Auch dieses Jahr fand von 6. – 8. Juni 2013 der Granitmarathon in Kleinzell statt. Heuer gab es neben den Kinderrennen am Samstag und dem Granitmarathon mit 3 Distanzen auch noch einen 3 Tagesbewerb der schon am Freitag startet. Wir haben kurz mit diesem Etappenrennen in unserer unmittelbaren Nähe geliebäugelt, aber da es uns wichtiger war den Kindern einen Start bei der Junior Challenge am Samstag zu ermöglichen, entschieden wir uns wie in den letzten Jahren für die Classic Strecke mit 78 Kilometern und 2500 Höhenmetern. Es wurde ein heißer Sommertag prognostiziert, also ganz unser „Sommer“-Wetter.

Sabine: Ich hatte eine turbulente Woche vor Kleinzell und am Freitag Nachmittag war dann auch noch ein Grillnachmittag von Claras Klasse und so konnte ich erst am Abend anfangen, alles für den nächsten Tag (Junior-Challenge) einzupacken. Irgendwie wurde es 0:30 Uhr und um 6 Uhr läutete der Wecker. Aber es hat sich gelohnt: Beide Mädchen haben super abgeschnitten und wir sind sehr stolz auf sie! Nicole wurde 1. in der U9 und Clara wurde 11. in der U13. Auch dieser Tag war lang, da wir ja auf die Siegerehrung warteten (mit einem kurzen Bad in der Resi-Lacke zwischendurch). Bis dann alles weggeräumt und neu eingepackt war, wurde es auch wieder fast Mitternacht. Pünktlich um 7 Uhr waren dann Oma und Opa da, um auf die Kinder aufzupassen –Danke!!! – und wir konnten nach Kleinzell fahren.
Diesmal wärmten Alex und ich getrennt auf und trafen uns dann kurz vor dem Start. Ich fühlte mich gut, wusste aber nicht, wie gut es gehen wird, nachdem ich etwas wenig geschlafen hatte in den letzten Tagen. Nach der heißen Startrunde rund um Kleinzell entflohen wir ins Granitland. Anfangs war noch Verena hinter mir, aber nach wenigen km sah ich sie nicht mehr. Bergauf lief es sehr gut, ich fand das optimale Tempo für mich und auch bergab konnte ich eine schnelle und saubere Linie fahren. Nach der ersten Zieldurchfahrt ging es auf die zweite Runde, die ähnlich zur ersten ist. Vorerst konnte ich mein Tempo noch gut halten, nur bei km 50 hatte ich einen Hänger, aus dem ich aber relativ schnell wieder herausfand. Ab km 65 gings wieder besser und ich konnte das Tempo nochmals erhöhen, da ich ja nicht wusste, wie weit meine Verfolgerinnen hinter mir waren. Beim Bergsprint angekommen, rief ein Fahrer des Etappenrennens, mit dem ich die letzten km gefahren bin: „ Den hoi ma uns nu!“ Das gelang zwar nicht, aber ich konnte eine super Zeit beim Bergsprint erreichen, obwohl ich das eigentlich nicht vor hatte, denn gegen die Small-Fahrer ist man hier schon im Nachteil. Letztendlich war ich nur 1,6 Sekunden hinter Christina Kollmann, der Siegerin des Bergsprints und der Small-Strecke. Nach einer Zeit von 4:08 Stunden fuhr ich durchs Ziel und konnte mich als Siegerin der Classic-Strecke feiern lassen. Bewundernswert ist die Leistung aller X-treme-Fahrer (3-Tages-Rennen), die heute zwar die gleiche Strecke fuhren, aber bereits 7000 hm in den Beinen hatten. Hut ab!

Alex: Der bisherige Saisonverlauf war ganz ok, aber noch nicht ganz so wie erhofft. Ich konnte noch nie meine Trainingsleistung auch beim Rennen abrufen. In der Woche vor Kleinzell reduzierte ich etwas das Training und ich fühlte mich topfit. Die Leistung der Mädchen und ihre Begeisterung am Samstag bei den Kinderrennen steigerte meine Vorfreude und so startete ich schon mit einem tollen Gefühl in den Sonntag Morgen. Ich nahm mir vor, von Anfang an Gas zu geben und so fuhr ich auch die Startrunde in der Spitzengruppe, welche aber schon bald in kleinere Gruppen zersplitterte, weil die Profis vorne ein enormes Tempo anschlugen. Nach dem ersten langen Anstieg fuhr ich lange Zeit mit Grundner Adolf zusammen, der in Kürnberg meine AK gewonnen hatte. Kurz vor Ende der ersten Runde, verschärfte ich etwas das Tempo und er musste abreißen lassen. Ich fuhr dann wieder ein Stück mit einem anderen Fahrer, der uns kurz zuvor überholt hatte und sehr schnell in den Abfahrten war. Als wir das zweite Mal Richtung Kraftwerksabfahrt fuhren, versuchte ich mich in einem kurzen Anstieg vorher von ihm zu lösen, um als erster in die Abfahrt zu kommen, was mir auch gelang. Leider rutschte ich am Schluss der Abfahrt in einer Kurve aus und zog mir Abschürfungen am Unterarm und am Knie zu. Aber ich verlor nur maximal 20 Sekunden und einen Platz. Auch vorher hab ich zwei mal ein paar Sekunden verloren, weil ich mich jeweils ganz kurz bei Hofeinfahrten verfahren habe.
Ich konnte aber auch nach dem Sturz mein Tempo hochhalten und noch 2 Fahrer überholen.
Endlich kam die letzte Durchfahrt durch den Steinbruch und ich gab nochmal alles. Schließlich erreichte ich als Gesamt 9. und Sieger meiner Altersklasse nach 3:57:46 Stunden das Ziel. Wieder einmal konnten wir bei unserem „Heimrennen“ im Mühlviertel eine tolle Leistung abrufen.

Ergebnisse Classic
Homepage Kleinzell
Bericht Tips
TV Beitrag von LT1

Bilder vom Rennen:

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