Grazer Bike Marathon 2013 – Stattegg/Graz

Sonntag 18. August 2013 – Rückkehr zum Schöckl Monster.
Dieser anspruchsvolle Marathon steht heuer für uns bereits zum dritten Mal auf dem Plan. Steile und technisch fordernde Anstiege, denen die Downhills um nichts nachstehen. Nach einer Schöckl-Befahrung am Freitag und einem gemütlichen Samstag waren wir bereit, den Kampf mit dem Schöckl-Monster aufzunehmen. Strecken Daten
Men: 104km / 3818hm – Women: 84km / 3061hm

Sabine:
Sehr wenige, aber dafür sehr gute Damen waren beim UCI-Marathon am Start, bei der Masters EM Teilnahme der Damen zeigte sich ein ähnliches Bild – ganz im Gegensatz zu den Herren. Wir starteten heuer zuerst auf einer Wiese, bevor es flott rauf zur Leber ging. Die ersten technischen Abschnitte der Strecke hatte ich bereits gut absolviert, bevor ich nach einigen Singletrails und Schotterabfahrten in einer kleiner Gruppe zur 1. Labe kam, wo ich auf dem dritten Rang lag, bereits 2 min vor der Viertplatzierten. Hier teilte sich die Strecke der Damen und Herren. Nun ging es hinauf auf den Gsollerkogel, wo ich schön langsam in Fahrt kam. Leider hatte ich kurz nach der Abfahrt beim Schalten einen derart argen Defekt, dass meine Kette aus der unteren Schaltwerksrolle sprang. Ich brauchte so lange, um die Kette wieder hineinzubekommen, dass mich die 4.platzierte Kim überholte. Ich merkte auch gleich, dass ich vorne nicht mehr auf das kleine Kettenblatt schalten konnte. Ich startete meine Aufholjagd und brauchte etliche km, bis ich Kim wieder eingeholt hatte. Bis zur 3. Labe fuhren wir gemeinsam. Jetzt beschleunigte ich wieder bergauf Richtung Geierkogel und konnte mich von Kim absetzen. Bei der folgenden Abfahrt fiel dann das 1. Mal die Kette runter, also stoppte ich, Kette rauf und weiter, dann bei der nächsten rumpeligen Passage schon wieder. Endlich war ich unten und es ging rauf zur Leber, zur 4. Labe. Dort sagten mir die Zuschauer, dass die beiden führenden Damen noch nicht so lange durch sind und so gab ich Gas und ließ mich vom schlechter werdenden Untergrund und dem hohen Gang, den ich fahren musste nicht aus der Ruhe bringen. Nach nur 2 km sah ich bereits beide vor mir, allerdings Katrin vorne und Michalina knapp dahinter, die jedoch schnell überholen konnte. Auch ich konnte Katrin hinter mir lassen und kämpfte mich mit zugleich kraft- und gefühlvollem Tritt nach oben. Ich schloss gegen Ende des Anstiegs zu Michalina auf, konnte aber nicht mehr beschleunigen und so ging sie als erste in die Abfahrt. Jetzt folgten die frustrierendsten Augenblicke des Rennens: Bei jeder größeren Wurzel oder Stein fiel mir die Kette runter. Kette rauf, weiter, … So ging es mir die ganze Zeit den Schöckl rauf (besser gesagt auf den kurzen Abfahrten dazwischen), gekrönt von einem Kettenausfall 50 m vor der Schöckl-Labe. Die Abfahrt runter ging es mir sehr gut, bis ich auf Schotter wegrutschte und mit Gesicht und Knie aufschlug. Weiter nicht schlimm, dachte ich mir, dann wollte ich weiter – ach ja die Kette ist wieder raus. Dann noch 4mal bis ich ganz unten war. Es folgten nun noch die Schiebepassage mit Downhill und Kettenausfall, letzter Anstieg mit flachem Singletrail und Kettenausfall. Im Falschgraben fiel dann nochmal die Kette raus, ich wollte nicht mehr stehen bleiben, da Katrin schon dicht hinter mir war. Leider konnte ich in der folgenden flacheren Passage nicht mehr treten und so überholte mich Katrin. Am Ende der Abfahrt musste ich stehen bleiben, um die Kette wieder raufzugeben. Nun musste ich noch die Schleife bis ins Ziel fahren. Na ja, so habe ich mir das nicht vorgestellt, aber ich habe es geschafft. Eigentlich hätte ich in meiner Form um den Sieg mitkämpfen können, da ich bereits bei der Panne meinen 2 min Vorsprung und mehr verlor und jedes Mal stehen bleiben Minute um Minute verschenkte. Die Zeit von 4:52 ist somit ganz OK.

Alex:
Nachdem ich im Vorjahr nur die Classic gefahren bin, nahm ich heuer wieder die ehemalige WM Strecke in Angriff. Leider bekamen wir um 5:30 Uhr noch kein Frühstück im Hotel, darum kauften wir uns am Vortag etwas zu essen und Fertig-Kaffee und Kakao. Pünktlich um 8 Uhr fiel der Startschuss und wie immer geht’s gleich mit einem sehr steilen Anstieg über 18% auf die Leber. Leider merkte ich gleich nach dem Start, dass mein Magen etwas Probleme macht. Ich bekam Seitenstechen und im hohen Pulsbereich teilweise Magenkrämpfe. Leider besserte sich das auch am 2. Berg nicht und ich musste ca. 8-10 Pulsschläge unter meinem anvisierten Pulsbereich bleiben. Bergab ging es mir aber viel besser als auf der Salzkammerguttrophy vor allem von der Plesch und dem Geierkogel runter. Ich musste nur einmal vom Rad, als ich eine Spitzkehre übersah. Erstmals konnte ich auch den Bürgermeister-Trail komplett fahren. Am letzten Berg dem Schöckl, ging es mit dem Magen etwas besser und ich konnte ein paar Fahrer überholen. Bei der Schöcklabfahrt war ich sehr vorsichtig und musste bei 2 Passagen laufen: gleich am Anfang stürzte ein Fahrer vor mir in einem Steinfeld, daraufhin lief ich einige Meter und stieg erst nach dem Steinfeld wieder auf. Und etwas später am Schöckl-Trail fiel mir zuerst die Kette aus und verklemmte sich, beim Absteigen fiel ich ins Gebüsch und da es an der steilsten Stelle war, lief (stolperte) ich die letzten 200 Meter bis es wieder flacher wurde. Leider fiel mir noch ein 2. Mal die Kette runter und 12 Kilometer vor dem Ziel brach mir WIEDER der Sattel. Dieses Mal aber ohne Sturz! Die Carbonstreben haben die vielen Stufen und Wurzeln des Marathons nicht ausgehalten und sind gebrochen. Ich montierte den Sattel ab und fuhr die letzten 12 Kilometer im Stehen ins Ziel. Ich erreichte schließlich als Gesamt-48. (8. meiner Altersklasse) nach 6:12:43 Stunden das Ziel. Trotz aller Schwierigkeiten machte mir das Rennen Spaß, weil es endlich auch bergab etwas besser ging.

Links zum Rennen:
Homepage Veranstalter
Bildbericht im Bikeboard
Bericht Radmarathon
Video mit Sabine’s Zieleinlauf

Bilder vom Rennen:
Vielen Dank an Adi für die tollen Fotos von der Siegerehrung!!

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