Kitzalp Marathon 2011 – Kirchberg in Tirol

3. Juli 2011: Ein Klassiker – nicht nur für Schifahrer – erwartete uns an diesem Sonntag: der Kitzalp-Bike. Wir beiden nahmen uns die Extreme-Distanz vor, die im Vergleich zum Vorjahr gekürzt wurde und heuer nur noch 56 km lang war und 2700 Höhenmeter zu bieten hatte. Die Wettervorhersage war ganz gut, auf jeden Fall besser als im Osten und so reisten wir am Tag davor an, um rechtzeitig um 8 Uhr am Start sein zu können.

Sabine:
Ich durfte im Startblock 1 starten und überlebte die neutralisierte Phase ganz gut, obwohl einige Bremsmanöver notwendig waren. Zu Beginn des Schotteranstiegs wollte ich noch an den führenden Damen dranbleiben, aber diese fuhren so stark, dass ich dieses Tempo nicht lange mithalten konnte. Wenn ich gewusst hätte, dass das fast lauter Profis sind, hätte ich es gleich bleiben lassen können. Egal, das Tempo passte dann für mich und nach der abschließenden Schiebepassage zur Choralpe hinauf ging es über die Wiegalm zuerst auf Schotter und dann am anspruchsvollen Wiegalmdownhill nach Kirchberg hinunter. Bergab haben mich einige Fahrer und auch zwei Fahrerinnen überholt. Eine davon ist Petra Marchart, die ich erst am langen Asphalt-Uphill nach Kirchberg einholen und dann später hinauf zur Ehrenbachhöhe auch hinter mir lassen konnte. Nach einem Schotterstück bergab, war ich schon gespannt auf die schwierigste Passage dieser Strecke – den Ehrenbachtrail: Immer gatschig, mit vielen Wurzeln, Steinen und Felsen, einigen Bachdurchfahrten und dazu noch sehr steil. Am Einstieg zum Trail bekam ich von einem Zuschauer den „Auftrag“ die Gesamtfünftplatzierte zu überholen: „Weu de schiabt eh scho ois owi, de überhoist glei“ gesagt – getan. Ich konnte alles super fahren, bis auf zwei kurze Abschnitte, wo ich zu lange gezögert habe und dann abgestiegen bin. Danach ging es noch einen kürzeren Anstieg hinauf und auf einer totalen Gatschpanier bis ins Ziel. Nach 3:41,34 Stunden erreichte ich verdreckt und glücklich das Ziel und wurde Zweite auf der Extrem-Distanz.

Alex: Nachdem ich die Woche eigentlich gut trainiert hatte, war die Vorfreude auf „richtige“ Berge groß. Leider machte mir das kalte Wetter sehr zu schaffen und ich bereute schon beim Anstellen im Startblock, dass ich keine Beinlinge an hatte. Aber als es endlich losging war ich gleich eifrig beim Kurbeln. Die ersten 5 Kilometer beim Kitzalp sind immer „neutralisiert“ eben auf Asphalt, das bedeutet vorne weg die Profis und besten Elite Fahrer hinter dem Auto der Rennleitung und bei uns hinten im allgemeinen Startblock: Kette rechts und mit über 40 Sachen hinten nach. Jeder versucht, möglichst weit nach vor zu fahren, um bei den ersten Engstellen schon möglichst weit an den Elite-Fahrern dran zu sein. Nachdem ich diese Phase gut hinter mich gebracht hatte, gings den ersten Berg rauf zur Choralpe. Leider ist meine Form auch diese Woche noch nicht zurückgekommen, aber ich kämpfte mich ganz gut hoch. Nach der ersten Abfahrt gings wieder zurück nach Kirchberg und auf der gleichen Strecke wie letztes Jahr rauf zur Ehrenbachhöhe und da hatte ich heute sehr große Probleme. Mir wurde nicht richtig warm, und ich fand auch keinen geeigneten Rythmus. Ich fuhr fast immer um einen Gang kleiner als letztes Jahr. Endlich oben angelangt, stürzte ich mich bergab in den Ehrenbachtrail und endlich ein Fortschritt zum letzten Jahr! Obwohl viel schlammiger konnte ich alles fahren bis zum letzten Steilstück. Da sah ich mich schon auf der Schotterstraße, und in einer Unachtsamkeit stürzte ich und prallte mit dem Gesicht gegen einen Felsen. Aber außer einer aufgeplatzten Lippe war nichts passiert. Erst beim letzten kurzen Anfstieg kam ich wieder halbwegs in die Gänge und konnte noch drei Fahrer überholen. Mit etwas enttäuschenden 3:36:39 erreichte ich als gesamt 56. (von 247) und 14. (von 74.) meiner Klasse das Ziel.

Links zum Kitzalpbike Marathon:
Kitzalpbike Homepage
Ergebnisse

Fotos folgen noch!

One Comment on “Kitzalp Marathon 2011 – Kirchberg in Tirol

  1. Daumen hoch !!! Bewundere Eure Leistungen immer wieder. Freu mich schon auf die Transalp, da steh ich dann wieder an der Strecke, lg, Haui

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