Naturpark Pöllauertal 2014 – Pöllau

Eine Woche nach Kleinzell fuhren wir das nächste Wochenende alle 4 nach Pöllau bei Hartberg in die Steiermark. Damit die Kinder am Samstag beim Naturpark Pöllauertal Marathon nicht alleine waren, bestritt nur der männliche Teil unserer Familie die Classic Distanz mit 75 km und 2500 Höhenmeter. Die Kinder waren dann am Sonntag mit ihren Rennen dran und Sabine nutzte den Sonntag, um die Marathon Strecke der Staatsmeisterschaft in Maria Lankowitz zu begutachten.

Alex:
Die Verletzung von Kleinzell war doch etwas hartnäckiger als zuerst vermutet und ich konnte erst nach 3 Tagen wieder ein leichtes Training abhalten. Am Freitag vor dem Rennen fuhr ich ein paar kurze intensive Intervalle und es war eigentlich ganz ok. Am Samstag fühlte ich mich eigentlich gut und meine Taktik war wie in Kleinzell gleich von Beginn weg 100% zu geben. Am Anfang ging diese Taktik auch gut auf und ich fuhr den ersten Berg immer unter den Top 15. Am Ende des ersten Berges kam jedoch eine Schiebepassage und die setzte mir sehr zu, da ich danach auf einmal die Knieverletzung mehr spürte und vor allem auch der Unterschenkel am verletzten Bein etwas zwickte.
Das eigentliche Problem, war aber meine Schwäche bei schnellen Schotterabfahrten! Letztes Jahr habe ich im Blog geschrieben, dass Pöllau viele Singletrails hat … heuer sah ich das ganz anders 🙂 – für mich überwiegten schnelle Schotterabfahrten auf Forststraßen und bereits bei der ersten Abfahrt wurde ich von einer Gruppe Fahrer eingeholt und überholt. Am nächsten Berg fuhr ich wieder an die Gruppe heran, in der nächsten Abfahrt das selbe Spiel.
Mit jeder Abfahrt wurde der Abstand etwas mehr und am Ende legte ich noch eine Extra-Schleife von ca. 60 bis 70 Höhenmetern ein und verlor noch einige Minuten durch diesen Verfahrer. Wobei die Strecke wirklich ausgezeichnet beschildert war – ich hatte einfach nicht aufgepasst.
Mir fehlten heute einfach die paar Prozent, um an den Anstiegen den Vorsprung herauszufahren, von dem ich bei so schnellen Abfahrten zehren kann. Komischerweise verliere ich mehr Zeit bei einfachen aber schnellen Abfahrten als bei technischen Abfahrten.
Dennoch war ich mit dem Ergebnis zufrieden und erreichte nach 3:35:28 Stunden das Ziel und belegte Gesamtrang 18 und in meiner Altersklasse Platz 5.
Am Sonntag war ich dann viel nervöser, da meine beiden Töchter an der Reihe waren. Waren sie beim ersten Rennen in Kleinzell noch etwas zaghaft, schaute es dieses Mal schon viel besser aus. Beide waren höchst konzentriert und setzen einige der bei der Kursbesichtigung durchbesprochenen Dinge, wie enge Linie, rechtzeitig Schalten etc. um. Es war eine echte Freude. Eine Runde des Kurses war 2 km lang, hatte zwar keine Wurzeln oder Steilstücke dafür aber viele Kurven im Schlosspark von Pöllau. Gerade wegen der vielen Kurven und des hohen Anteils an Wiesenwegen war es gar nicht so einfach. Nicole legte einen souveränen Start-Ziel Sieg hin, gewann die U9 Mädchen Wertung mit einer Runde Vorsprung (nur 2 Burschen waren schneller als sie). Clara musste schon 4 Runden absolvieren mit ca. 25 Minuten Fahrzeit und lag nach verhaltenem Start 2/3 des Rennens auf Platz 3. Sie kämpfte wie ein Löwe (ganz wie die Mama) und musste erst am letzten kurzen Anstieg ihre direkte Konkurrentin ziehen lassen. Mit 5 Sekunden Rückstand belegte sie den undankbaren 4. Platz in der U13 Wertung. Aber die Steigerung zu Kleinzell war gewaltig und sie hatte die erste Entäuschung schnell überwunden und freute sich schon auf das nächste Rennen.

Ergebnisse Classic
Ergebnisse Junior Challenge
Homepage Pöllau Marathon
Nachbericht Pöllau

Bilder vom Rennen:

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