Reichraminger Hintergebirgs Marathon 2010: 15. August 2010

3 Wochen nach der Bike-Transalp Challenge stand wieder ein Marathon der TopSix Serie am Programm. Die 14. Auflage des Hintergebirgs Marathons fand auch heuer wieder Mitte August bei optimalem Wetter statt. Dieser Marathon in der Nationalparkregion Kalkalpen gehört zu den schnellsten und technisch einfachsten, der aber vermutlich genau deshalb, immer sehr, sehr gut besetzt ist. Auch heuer waren wieder einige namenhafte Staßenfahrer am Start.

Sabine: Ich trat auf der Medium Distanz mit 52 km und 1450Hm an. Leider wußte ich nicht, dass ich aufgrund meiner Zwischenplatzierung in der TopSix Wertung im ersten Startblock starten dürfte und schenkte deshalb schon beim Start etwas an Zeit her. Es ging mir aber sehr gut ich konnte bergauf wieder ein ordentliches Tempo fahren. Kilometer für Kilometer holte ich viele andere Fahrer ein. Bei Kilometer 18 holte ich unseren Teamkollegen Mario Ziegler ein, der wegen eines Sturzes mit Knieproblemen zu kämpfen hatte. So fuhren wir einige Kilometer gemeinsam bis ich bemerkte, dass mein Hinterrad zu wenig Luft hatte. Ich stieg ab, um mir ein besseres Bild machen zu können. Ich beschloss noch weiter zu fahren, um zu sehen, ob und wie schnell die Luft ausgeht. Ich fuhr dann noch ca. 2 km, bis ich nachpumpen musste. Da ich ohne Schlauch fahre, bestand die Möglichkeit, dass die Dichtmilch nach dem Aufpumpen den Mantel wieder genug abdichtet. Ich kämpfte zuerst etwas mit meiner neuen Pumpe, bis mir dann ein ganz netter Mitstreiter half, den Reifen ganz aufzupumpen. Mit einem mulmigen Gefühlt schwang ich mich wieder in den Sattel, und die Aufholjagd begann wieder von vorne. Nach weiteren drei Kilometern hatte ich schon wieder zu wenig Luft. Doch ich riskierte und schaffte es bis ins Ziel.
Mit einer Zeit von 2:23:51 gewann ich meine Altersklasse und wurde gesamt 2. Nur die Deutsche Ursula Birkl war wieder mal schneller, aber ein Rennen kommt ja noch.

Alex fuhr wieder die lange Distanz, wobei Reichraming gnädig zu den Teilnehmern ist: 70 km und 2100 Höhenmeter. Ich konnte mir einen Startplatz direkt hinter dem Startblock A sichern und versuchte von Beginn weg möglichst weit vorne zu fahren. Ich hatte ein gutes Gefühl und auch ein Kettenklemmer beim Anfahren des ersten Berges konnte mein Euphorie nicht bremsen. Leider verlor ich da gleich mal meine Gruppe und ca. 25 Plätze. Reichraming ist das einzige mir bekannte MTB-Rennen, wo es sehr wichtig ist, in der richtigen Gruppe zu sein, weil es ein ca. 15 Kilometer langes Flachstück gibt. Ich konnte die Gruppe später in den langen Anstiegen wieder einholen, aber der Werfer vorne wurde beim Kettenklemmer etwas verbogen und mir sprang noch zwei mal die Kette vom großen Kettenblatt.
Am Schluß reichte es dennoch zum 2. Rang in meiner Altersklasse! Damit stand ich zum ersten Mal in meiner Radsportkarriere am Podest. Meine Fahrzeit betrug 3:16:03 Stunden.

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