Salzkammerguttrophy 2013 – Bad Goisern

Mitte Juli (13. Juli 2013) ist Trophy Zeit! Auch heuer wollten wie wieder beim teilnehmerstärksten Marathon Österreichs dabei sein. Wir reisten bereits am Freitag an, denn an diesem Wochenende hatten alle Familienmitglieder einen Renneinsatz in Bad Goisern. Damit unsere Kinder am Samstag nicht allein sind, fuhr eine Freundin von uns mit ihren beiden Töchtern ebenfalls mit und hat am Samstag einen schönen, aber sicher auch anstrengenden Tag im Urzeitpark Gosau mit der Rasselbande verbracht – Danke, Karin!!!
Wie auch im letzten Jahr wagten wir uns beide auf die B-Stecke mit 119 km und 3800 Höhenmeter nur die Ziele sind etwas verschieben. Sabine wollte auch die Trophy auf ihrer Siegerliste stehen haben und ich wollte unter 6 Stunden finishen.

Sabine:
Die Vorbereitungen zum Rennen liefen ganz gut und heuer durfte ich sogar in den 1. Startblock. Ich nahm mir vor, das lange Rennen nicht zu schnell zu beginnen. Die Anstiege hinauf zum Rehkogel und Raschberg ging es mir sehr gut und ich fuhr ein gutes Tempo. Nach der tollen Abfahrt (inklusive Ewige Wand) folgte das unangenehmste Stück der Strecke: Die Fahrt durch Bad Goisern und rund um den Hallstätter See. Diese Flachpassage mit unzähligen Kurven und kürzesten Anstiegen kommt mir überhaupt nicht entgegen. Noch dazu fuhr mir kurz nach Bad Goisern bei einem „Stau“ ein Fahrer so unglücklich hinten auf das Schaltwerk, dass ich einige Gänge nicht mehr schalten konnte. Ich war wirklich heilfroh, als es nach Obertraun endlich wieder bergauf ging, dafür aber ordentlich. Ich konnte das Tempo super dosieren und fuhr den ganzen Salzberg bis auf ein kleines Stück durch, da ich nicht meine ganze Kraft verschwenden wollte. Leider rutschte ich in der folgenden Abfahrt in einer Schotterkurve so unglücklich weg, dass mein linker Ellbogen und die gesamte linke Hüfte abgeschürft waren. Zunächst konnte ich die Schmerzen noch ganz gut ausblenden die Roßalm rauf und runter, aber als mir im letzten langen Anstieg dann auch noch bei Kilometer 90 das Trinken ausging, war ich mehr psychisch als phyisch am Ende. Im Höhenprofil ist der letzte Berg genau bei 90 km abgebildet und so dachte ich, dass ich noch genug zu trinken habe. Leider waren es aber 3 km mehr und so war die Fahrt bis ins Ziel noch mehr Kampf, als ich geglaubt hätte. Ich hatte auch keinen Fahrer vor mir oder eine Gruppe, mit der ich mitfahren konnte und so fuhr ich alleine bis ins Ziel. Mit einer Zeit von 6.10:25 konnte ich meine Zeit vom letzten Jahr deutlich verbessern und wurde 1. von 43 gestarteten Damen. Nach einigen Interviews wartete ich gemeinsam mit Alex auf unsere Mädchen, die dann auch bei der Siegerehrung dabei waren.

Alex:
Nachdem ich in Kirchberg beim Kitzalp nur Betreuer von Sabine bei der WM war, freute ich mich sehr auf dieses Rennen. Leider ist heuer etwas mein „Seuchen-Jahr“ und am Mittwoch vor dem Rennen passierte mir ein Malheur beim Bremsen einstellen am Bike: Ich klemmte mir bei den Speichen den Finger so unglücklich ein, dass ich mir die halbe Fingerkuppe durchtrennte. So stand ich mit einem selbst gebastelten wasserdichten Verband am Start und den ersten Anstieg rauf ging es eigentlich sehr gut. Ich konnte in einer tollen Gruppe mithalten ohne zu überdrehen und lag so um Platz 15-18. Leider ging es dann bergab überhaupt nicht und ich verlor die Gruppe und musste auch noch zwei andere Gruppen vorbei lassen. Der verletzte Zeigefinger behinderte mich sehr stark beim Bergabfahren und da die schnellen Schotterabfahrten mein Schwachpunkt sind, war das noch bitterer. Dennoch ließ ich mich nicht entmutigen. Durch Goisern und dem Hallstätter See entlang konnte ich in einer großen Gruppe mitrollen und musste nur wenig Führungsarbeit leisten. Am Fuße des Salzbergs fühlte ich mich noch richtig stark, dennoch fuhr ich nicht am Limit hinauf. Erst ganz oben im steilsten Stück ging ich an die Grenze, konnte aber heuer alles durchfahren. Nach dem Salzberg gab ich dann richtig Gas und konnte einige Fahrer auf die Roßalm rauf überholen. Bergab verlor ich wieder ein wenig, aber je länger das Rennen ging umso mehr Fahrer konnte ich wieder einholen. Bei der Abfahrt von Gosau kamen auf einmal drei Fahrer von hinten. Ich dachte mir das gibt’s nicht. Zwei davon leisteten gemeinsam mit mir immer wieder Führungsarbeit auch im Flachen. Erst 2 Kilometer vor dem Ziel überriss ich, dass die beiden keine Startnummer hatten. Sie hatten auf einen Teilnehmer gewartet und zogen ihn die letzten 10 Kilometer ins Ziel. Aber ich konnte nochmals alle Kräfte mobilisieren und alle drei abschütteln. Als gesamt 32., 9. meiner Altersklasse und mit einer Zeit von 5:59:10 erreicht ich gerade noch unter 6 Stunden das Ziel. Mission accomplished.

Ergebnisse Trophy 2013 Strecke B
Homepage Trophy 2013
Nachbericht Bikeboard
Bericht Radmarathon

Bilder vom Rennen:

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