Stubalpen Marathon 2012 – Maria Lankowitz

Nach 2 freien Wochenenden stand am Samstag, dem 23. Juni 2012, der Stubalpen-Marathon in Maria Lankowitz mit 76km und 2550hm (Classic) am Programm. Wir reisten am Freitag Abend an und lieferten zuvor noch die Kinder bei unseren Eltern ab.

Sabine:
Nach dem Start aus dem vorderen Startblock gings leider neutralisiert los, was immer gefährlich ist. Ich fuhr sehr aufmerksam und nach einigen Bremsmanövern fuhren wir endlich bergauf. Auf den ersten Kilometern auf Asphalt fuhr ich hinter Petra Marchart-Robeischl, die letztes Wochenende ein sehr starkes Rennen gefahren ist. Ich merkte, dass ich vom Tempo noch etwas zulegen kann und setzte mich von Petra ab. Bis zur ersten Labe ging es recht flott bergauf und ich fand recht gut ins Rennen. Die Strecke war trotz des morgendlichen Regens in gutem Zustand, nur die ganz steilen Passagen waren unfahrbar. Im letzten Teil des langen Anstiegs vor dem langen Downhill kam ein sehr schöner trailiger Abschnitt – ich glaube der war neu- wo mal das Fully von Vorteil war. Bergab gings dann zwar gut, aber mit der bockigen Federgabel hatte ich bald so verspannte Hände und Unterarme, dass ich etwas Tempo rausnahm, was –nicht nur im Nachhinein betrachtet – klug war, da es an diesem Tag extrem viele Stürze gab. Kurz vor dem Ziel fuhren wir zuerst bergab in einen richtigen Graben mit einem Bach, wo wir alle dann bergauf viel im Dreck schieben mussten. Heuer fuhren wir aber anschließend nicht durchs Ziel, sondern stiegen direkt in die Asphaltstraße ein. Hier hatten Steffen, mit dem ich ein großes Stück der ersten Runde gefahren bin, und ich zwei Fahrer vor uns. Ich wollte unbedingt zu den beiden aufschließen, was aber nicht sofort gelingen wollte. Erst nach der ersten Labe haben wir uns schön langsam angenähert und ich konnte dann ganz aufschließen und das höhere Tempo gut mitfahren. Kurze Zeit waren wir dann sogar zu dritt, bis wir fast am Ende des langen Anstiegs auf Asphalt kamen. Hier wurde mir das Tempo dann zu hoch und ich musste reißen lassen. Das machte aber nichts, denn im folgenden welligerem Terrain hatte ich einen bald wieder eingeholt und den anderen am Ende des schwierigen Downhillabschnitts. Im Graben konnte ich sogar noch zu Peter Potocnik aufschließen und so gab es noch ein heißes Rennen bis ins Ziel. Ich hatte noch sehr gute Beine und übernahm die Führung nach der Schiebepassage. Leider mussten wir vor dem finalen kurzen Downhill noch einen ganz gemeinen Asphaltanstieg bezwingen. Ich fuhr ganz rechts, da ich wusste, dass der Downhill auch rechts weggeht. So konnte ich als erste in den Downhill einfahren und behielt die Führung in unserer Dreiergruppe bis ins Ziel. Nach 4:05:25 Stunden konnte ich mit 10 min. Vorsprung auf Petra Marchart-Robeischl gewinnen. Meine Freude war sofort getrübt, als ich Alex mit seinen Abschürfungen im Ziel sah und ich erfuhr, dass auch Petra gestürzt war.

Alex:
Nach einer sehr unruhigen Nacht und einer stessigen Startvorbereitung, da wir etwas zu spät aus den Federn kamen. Ging es mit einem neutralisierten Start los. Nach den üblichen Vollbremsungen und Schreckmomenten, ging es die ersten 5 Kilometer auf Asphalt mit moderater Steigung und dadurch hohem Anfangstempo dahin. Das Streckenprofil in Maria Lankowitz ist sehr einfach, 700 Höhenmeter bergauf, dann 300 bergab, nochmals 540 bergauf und 840 hinuter dem Ziel entgegen, wo am Schluß noch paar kleine An- und Abstiege warten. Das ganze ist 2 mal zu bewätigen.
Da ich mir nach einer Regenerationswoche immer sehr hart tue, versuchte ich gleich schnell zu starten und konnte auch von Beginn weg einige meiner Konkurrenten um die Stockerplätze (in meiner Altersklasse) hinter mir lassen. Bereits realative früh bildeten sich diverse Gruppen und in einer dieser kämpften auch Helmut Puchwein und ich um die Podestplätze. Gewinnen sollte am Schluß unsere Altergsruppe Georg Koch, der aber eine Klasse Stärker ist als Helmut und ich.
Helmut war and diesem Tag sehr stark und ich hatte einige male zu kämpfen um dranzubleiben. Auf den vielen Schotterabfahrten dieser Stecke war er für mich auch nicht zu biegen und so begannen wir nach 1:49 Stunden das eigentliche Rennen, die 2. Runde. Jetzt waren alle Fahrer von der Small-Strecke weg und der Kampf „Mann“ gegen „Mann“ began. Wir fuhren bis kurz vor dem höchsten Punkt in einer 3’er oder 4’er Gruppe und ich hatte einiges zu tun um dranzubleiben. Einmal verschärfte ich das Tempo, aber nachdem ich sah, dass Helmut keine Probleme hatte mir zu folgen, lies ich wieder einen jüngeren Fahrer das Tempo machen. Kurz vor dem höchsten Punkt schloß auf unserer 3’er Gruppe mit Helmut und mir, ein weiterer jüngerer Fahrer auf und hier zeigte sich wie wichtig auch die Taktik sein kann. Vor einem Single-Trail hängte sich Helmut mit einem kurzen Antritt in den Windschatten dieses Fahrers (Martin Hillbrand), ich blieb aber hinter unserem 4. Begleiter (Schweiger Markus) zurück. Dieser hatte Schwierigkeiten den anderen beiden zu folgen und schon riss ich ca. 10-20 Sekunden Abstand auf.
Erst in der Abfahrt in einem der wenigen Singletrails konnte ich den Abstand wieder schließen und so fuhren wir 3 ca. 10 km vor dem Ziel auf einer schnellen Schotterabfahrt dem Ziel entgegen. Ich bereitet mich schon auf einen Angriff im letzten steilem Stück (mit Schiebestrecke) vor, da passierte das unaussprechliche: Sturz auf einer schnellen Schotterpassage!!! Warum weiß ich nicht, es ging gerade dahin und ich konnte mich an keine Strteckenschwierigkeiten erinnern. Nach einer Pause rollte ich weiter, mit nur einer Lenkerhälfte, da mir der Lenker gebrochen war. Den entgegen kommenden Sanitätern gab ich Entwarnung, dass ich keine Rettung brauchte. Sie schauten meinen Wunden durch und verbanden meinen Ellbogen. Ich rollte dennoch weiter ins Ziel, aufgegeben wird nicht. Frustriert und enttäuscht kam ich nach 4:03 Minuten ins Ziel und statt Platz 2 (den hat sich Helmut verdienterweise geschnappt) und Gesamtrang um den 14. Platz, kam ich mit kaputtem Lenker, Abschürfungen am Knie, Oberschenkel, Hüfte und einer sehr tiefen Wunde am Ellbogen ins Ziel. Wie es für einen „verrückten“ Sportler gehört schmerzten der schlechte Platz, die verlorene Gesamtführung bei der Cupwertung und die Aussicht auf eine Trainings- und Rennpause mehr, als die direkten Wunden.
Meine Stimmung besserte sich ein wenig als ich dann gleich nach mir Sabine ins Ziel kommen sah, die gesund war und gewonnen hatte.
Wann es bei mir weitergeht, ist noch nicht sicher. Kitzbühl kommt vermutlich zu früh und ich muss jetzt schauen wie lange meine Trainingspause dauert.

Links zum Rennen:
Homepage Veranstaltung mit Nachbericht
Ergebnisse Maria Lankowitz 2012
Bericht Bikeboard

Bilder vom Rennen:

2 Comments on “Stubalpen Marathon 2012 – Maria Lankowitz

  1. Liebe Sommers,
    Gratulation zu den überragenden Leistungen – und alles Gute für die weiteren sportlichen Einsätze. Vor allem wünsche ich aber , dass die Heilung annähernd so schnell erfolgt wie eure Abfahrten.
    Liebe Grüße,
    Herbert Kohlberger

  2. Hallo Herbert,

    Danke – Heilung verläuft sehr gut und habe am Wochenende wieder mit dem Training begonnen. Schaue zwar noch ein wenig lediert aus, aber es wird von Tag zu Tag besser.

    Alex

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