Stubalpen Marathon 2014 – Maria Lankowitz

An diesem Wochenende fanden die Staatsmeisterschaften beim Stubalpen-Marathon mit 67 km und 2380 Höhenmetern statt und ich wollte bestens vorbereiten starten. Das war ich auch, obwohl ich mir nicht sicher war, wie fit ich wirklich bin, da ich vor ca. 4 Wochen das letzte Mal ausgeschlafen habe, da wir wegen diverser Rennen (auch von den Kindern) und der Erstkommunion von Nicole immer früh aufstanden. Aber als berufstätige zweifache Mutter ist man ja Schlafmangel gewohnt.
Sabine:
Wir hatten mit unserem Appartement Glück, da es nur eine Radminute vom Start entfernt war. So konnte ich nach dem Aufwärmen nochmals dort vorbeischauen und mich für das Rennen fertig machen. Alex und die Mädchen waren meine Betreuer und das war schon ein beruhigendes Gefühl. Nach dem neutralisierten Start ging es in einen etwas flacheren 700 Höhenmeter-Anstieg. Es gelang mir, das hohe Tempo mitzugehen. Zusätzlich schaute ich auch immer auf meine Pulswerte und da alles im grünen Bereich war, fuhr ich im gleichen Tempo weiter. Die folgende Schotterabfahrt ging ich eher vorsichtig an, das war auch gut so, denn meine rechte Hand war mir wieder etwas „eingeschlafen“, aber bald ging es wieder bergauf und ich fand einen guten Rhythmus und zischte beim ersten Publikumspunkt an Alex und meinen Mädchen vorbei, die mich fleißig anfeuerten. Es ging mir sehr gut und ich drückte weiter aufs Tempo, da ich nicht wusste, wie weit meine Verfolgerinnen hinter mir waren. Auf dem Abschnitt zwischen Kilometer 30 und 42 war es dann mühsamer, weil es zuerst „ewig“ lang auf der Straße flach und später nur leicht ansteigend auf einem Forstweg bergauf ging. Weit und breit war niemand und ich freute mich über jeden Pfeil, den ich sah, denn verfahren wollte ich mich hier nicht. Endlich zeigte ein Pfeil bergab und beim nächsten Anstieg sah ich dann auch wieder einige Fahrer vor mir und ich fand wieder besser ins Rennen. Bei der letzten Labe gab mir Alex dann eine Flasche und ein Gel und so nahm ich den letzten langen Anstieg in Angriff. Ich dachte gar nicht mehr, dass ich noch zusetzen könnte, aber ich konnte den Puls nochmals hochtreiben und bis zum Ende des Anstiegs halten. Jetzt kam nur noch der Alpentour-Trail, ein Schotterweg bergab und die letzten 8 km auf einem neuen Trail ins Ziel. Ich wusste zwar schon, dass ich einige Minuten Vorsprung hatte, ich fuhr aber trotzdem Vollgas Richtung Ziel. Nach 3:21 Stunden hatte ich es geschafft: Staatsmeisterin Mountainbike-Marathon 2014.
Ich bin irrsinnig erleichtert, da ich nicht wusste, wie es mir auf diesen flacheren Anstiegen gehen wird, da die beiden letzten Rennen (Kleinzell und vor allem Kürnberg) eher steile und kürzere Anstiege parat hielten. Also trainierte ich meine Intervalle die letzten beiden Wochen auf flacheren Abschnitten und das hat auf jeden Fall nicht geschadet. Amüsiert oder sogar gefreut haben mich „zwei Stimmen“ während und nach dem Rennen. Fahrer A: „Wow, eine Dame so weit vorne?“ Fahrer B: „Na sicher, das ist die schnellste Frau Österreichs.“ Nach dem Rennen hat sich Adi Wakonig mehrmals entschuldigt, dass er mich zum Schluss noch überholt hat, da es bei ihm um die Altersklassenwertung ging. Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn mich jemand überholt weder bergauf noch bergab. Solange man ruft und genügend Abstand hält, kann jeder vorbei, denn jeder hat das Recht so schnell oder langsam zu fahren wie er/sie will, solange vorne Platz zum „Wiedereinreihen“ ist
Gerade das ist es, was mir am Mountainbiken gefällt, dass zwar schon jeder für sich fährt, aber dass man sich im Ziel gemeinsam freut, dass man aus eigener Kraft die Strecke bewältigt hat, gemeinsam gekämpft hat und die Leistung des anderen schätzt. Zum Beispiel wird Petra Marchart-Robeischl nur 11 Monate nach der Geburt ihres Sohnes Vizestaatsmeisterin oder Angelika Tazreiter gab nicht auf, obwohl sie einen 26er Schlauch auf ein 27,5er Laufrad quetschen musste.
Getoppt wurde mein Erfolg von meinen Töchtern am nächsten Tag:
Nicole fuhr in gewohnt cooler Manier die 2,2 km lange Strecke mit Schotterabfahrt, einem gemeinen Anstieg in sengender Sonne und einem Trailstück mit anspruchsvoller Geländekante am schnellsten von allen Mädchen. Sie gewann die U9-Wertung überlegen.
Clara fährt heuer ja in der nächsten Altersklasse mit, nämlich bei den U13. Sie musste diesen Kurs viermal fahren. Sie war das einzige Mädchen, das nicht überrundet wurde und hielt die ganze Strecke super durch. Somit konnte auch sie ihre Altersklasse souverän gewinnen.

Links zum Rennen:
Homepage Veranstaltung
Ergebnisse Maria Lankowitz 2014
Bericht Oberösterreichische Nachrichten
Bericht Lokalzeitung STM
Bericht Kleinezeitung
Bericht Melker Zeitung

Bilder vom Rennen:

2 Comments on “Stubalpen Marathon 2014 – Maria Lankowitz

  1. Boa!
    Voll die guten Sommers, eure Kinder sind jo grad so guat wie ihr!!!
    Weiter so und viel Erfolg und Gesundheit!

    Gerhard

  2. Hallo Gerhard, Danke! Und hast du wieder die Transalp im Visier?
    lg Alex

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