Transalp 2011 – Etappe 3

18. Juli 2011 – Etappe 3 – 94 km, 2154 Höhenmeter, Rang 12: Leider war heute ein Tag wie das Wetter – zum Vergessen. Obwohl er eigentlich super beginnt, da wir bei
einem Ex-Arbeitskollegen in Mayrhofen geschlafen haben. Fritz Gassers Ferienwohnungen „Landhaus Gasser“ sind wirklich toll, alles neu, geräumig und seine Kinder schaukelten den Betrieb, da er selbst im Urlaub war. Fritz, wir kommen wieder, aber dann um Mayrhofen zu genießen. Leider war das Wetter zum Start regnerisch und kalt und am Pfitscherjoch erwartete uns Schnee.
Die Organisatoren warnten alle Teilnehmer vor dem Schnee und den eisigen Temperaturen bei der 60 km Abfahrt vom Pfitscherjoch nach Brixen. Eigentlich dachten wir, das könnte
eine Etappe für uns werden. Aber aufgrund meiner Erfahrungen bei der Salzkammerguttrophy 2009 mit leichten Erfrierungen an den Fingern, fuhren wir mit Rucksack und einiges an Gewand für die Abfahrt, aber da es von Mayrhofen bis zum Pfitschjoch 1500 Höhenmeter am Stück raufgeht, starteten wir mit kurzer Regenhose, Regenjacke und dünnen Überschuhen. Diese Bekleidung war vollkommen ok und wir fuhren bis zum Schlegeisspeicher in einem Gruppeto mit unseren Konkurrenten. Nach dem Stausee begann die Miserie. Auf den durch den Schlamm und Schnee nur teilweise fahrbaren letzten 7 Kilometern bis zum Pfitscherjoch enteilten uns das Karwendelteam und die orangen R2Bike Fahrer. Auch das Team Tirol verloren wir nach der Labe, da wir wieder Flaschen auffüllen mussten.
Dann am Pfitscherjoch bei ca. 3 Grad, bremste der Herr in unserem Team Sabine bei der Abfahrt und befahl Regenhose, 2. Paar Handschuhe, Ärmlinge und Haube auszufassen. Während wir uns anzogen, rauschte auch noch das rote Craft Team an uns vorbei. Bisher hatten wir auf die über 8 Minuten Vorsprung. Leider war unser Bekleidungsvorteil nach wenigen Höhenmetern dahin. Die vermeintlich lange 60 Kilometer Abfahrt (wie beim Briefing angekündigt), war eigentlich nach 400 Höhenmeter zu Ende und auch die Sonne kam nach einigen Kehren heraus. In Südtirol ist halt schon italienisches Wetter. Es ging zwar meistens ganz leicht bergab, aber 2-3% Prozent in einem Rennen bedeuten dennoch Treten, Treten, Treten …. Ja nicht aus dem Windschatten der anderen fallen. Nun mussten wir uns wegen eines Hitzestaus nochmals umziehen, verpassten wieder Gruppetto um Grupetto und fuhren, schließlich etwas demotiviert und gebremst ins Ziel.
Ergebnis: Platz 12 – Gesamtwertung nur mehr 11. und sehr viel an Zeit verloren, nur mehr knappe 50 Sekunden vor dem Craft-Team, die heute sehr stark waren. Aber morgen gibts wieder mehr Berge und weniger Flachstücke … und ab jetzt ist Sabine der Bekleidungschef!
Danke für alle SMS, leider ist es heuer sehr schwierig einen Internetanschluss zu finden, aber im Jahre 2011 mit Facebook und Co, ist das doch zu neumodisch für viele Hotels.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.