Transalp 2011 – Etappe 5

20. Juli 2011 – Etappe 5 – 48/73 km, ????/2618 Höhenmeter, Rang 10: Heute starteten wir zum zweiten Mal bei dieser Transalp mit nur 12 Grad und Regen in St. Vigil. Gestern noch strahlender Sonnenschein, heute Schnee und Regen. Bereits beim Start wurde uns angekündigt, dass eventuell die Etappe bei der 2. Labe (ca. km 48) abgebrochen wird. Nachdem es nicht besser wurde und der zweite hohe Berg über das Rifugio Averau (2400 Meter Seehöhe) geführt hätte, wird wirklich bei der zweiten Labe abgebrochen und wir konnte am 10. Platz finishen, aber wie kam es dazu…
Beim Start hatten wir wie üblich unsere Troubles mit den Startblöcken. Zuerst stand am Schild Mixed 1. – 11., deshalb stellten wir uns und die Räder unter und fuhren noch „gemütlich, bei Regen“ eine kleine Runde. Dann 10 Minuten vor dem Start, ließ uns der UCI-Kommisar nicht in den Block A. Gestern war es noch ok, heute durften wir nicht mehr rein. Also drängten wir uns in den Block B (wo wir eigentlich heute auch hinwollten, nach der Erfahrung mit der Nettozeit gestern). Die Stimmung im Feld beim Start war sehr gedämpft, wie das Wetter. Zuerst ging es sehr flach bei 2-3% in das Fanes Tal hinein. Leider bemerkten wir schon da, dass es heute für uns sehr schwierig werden wird. Wir kämpften schon am Anfang, um Anschluß zu halten. Dann nach dem flachen Anstieg ging es auf grobem Schotter hinauf zur Fanes Hütte und zum Limojoch. War es zuerst sehr flach, kam jetzt der Hammer mit sehr vielen Steilstücken über 17%. Aber wir kämpften uns tapfer in unserem Tempo hoch. Oben auf 2200 Meter lag Schnee und so ging es eine sehr tolle Abfahrt hinab. Leider konnten wir diese Abfahrt nicht genießen, da wir froren und unsere Finger nicht mehr spürten. Danach ging es durch Schlamm und etwas kupiert Richtung Pocol und nach ca. 600 Höhenmetern kam das Ziel: die 2. Labe.
Hier wurde die Zeit genommen. Wir konnten ein paar Sekunden vor dem Craft Team unseren 10. Gesamtrang und 10. Tagesrang verteidigen. Bergauf ist dieses Team sicher so stark wie wir, im Flachen etwas stärker, aber bei den Abfahrten holen wir immer wertvolle Sekunden raus. Das Team Tirol, die vor uns liegen, nahmen uns heute wieder 18 Minuten ab, nachdem wir sie gestern um 7 Minuten geschlagen haben. Also vermutlich werden wir die nicht mehr einholen. Auch unsere anderen Begleiter der ersten Etappen sind außer Reichweite. Es läuft also auf einen Zweikampf zwischen uns und Team Craft um den 10. Gesamtrang (ein Mixed-Team vor uns ist heute ausgeschieden).
Leider mussten wir dann nach der 2. Labe noch 28 km ins Ziel fahren! Und das über einen Pass (auf der Straße), der angeblich nur 300 Höhenmeter höher liegt. Diese 300 Höhenmeter stellten sich als 500 heraus und der Pass lag auf einer Höhe von 2100 Meter. Danach kam eine 23 Kilometer lange Abfahrt in den Zielort. Kein Vergnügen bei diesen Wetterbedingungen. Die anderen Mixed-Teams vor uns sparten sich diese Kilometer, da sie mit ihren Betreuern (im Auto!) ins Ziel fuhren. Nur der Mann des Craft-Mixed-Teams, fuhr auch die Strecke ins Ziel, aber er konnte sich zumindest mehr Gewand anziehen.
Morgen soll wieder besseres Wetter sein und wir werden alles geben, um unseren Platz zu halten.

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