Transalp 2011 – Etappe 6

21. Juli 2011 – Etappe 6 – 73 km, 3156 Höhenmeter, Rang 9: Heute lachte wieder die Sonne vom Himmel und damit waren auch wir gleich wieder viel motivierter. In der Früh war es zwar noch sehr, sehr kalt und wir mussten die 4 Kilometer vom Hotel zum Start mit Beinlingen und Thermojacke fahren, aber wir konnten diese Bekleidungstücke wieder Marcos Vater mitgeben und Herr Conter versorgte heute auch uns wieder einmal mit vollen Flaschen unterwegs. Das ist wirklich ein Luxus! Heute hatten wir ein sehr welliges Etappenprofil mit 11 Anstiegen über 100 Höhenmetern und mit einigen Singletrails. Wir konnten heute als 9. Mixed Team das Ziel erreichen und auch insgesamt sind wir nun 9., da noch ein Team vor uns den Strapazen oder der Kälte Tribut zollen musste.
Zu Begin ging es neutralisiert 5 km bergab, etwas das wir nicht so gerne mögen, da hier Schulter an Schulter gerast wird, aber Sabine entwickelt sich immer mehr zur Downhillerin und der Mann im Team konnte nur mit Mühe, einige Reihen dahinter folgen. Aber nach jeder Abfahrt folgt wieder eine Auffahrt und den ersten Anstieg konnten wir gut bewältigen. Zuerst Straße und dann endlich auch mal technische Singletrails bergauf. Es ging dann in wirklich ansprungsvollem Gelände immer wieder auf und ab (6 Anstiege) bis zum Passo San Pellegrino auf 1900 Meter.
Seit der Mitte des ersten Anstiegs fuhren wir ohne Sichtkontakt zu unseren Verfolgern vom Team Craft, aber auch die Teams vor uns waren uns schon enteilt.
Nach dem Passo San Pellegrino ging es mit einem kleinen 300 Höhenmeter-Hügel zum Passo di Lusia auf fast 2000 m Seehöhe. Hier waren auf den Wegen viele Wanderer unterwegs, und beide Parteien mussten aufeinander aufpassen. Die Abfahrten heute waren ganz nach unserem Geschmack: entweder schnell und übersichtlich oder steil und technisch schwierig.
Auch nach der der zweiten Labe bei Kilometer 54 war noch kein anderes Mixed-Team in Sichtweite und wir versuchten dennoch unser Tempo hoch zu halten und orientierten uns an den Männer Teams (die reinen Frauen Teams waren alle hinter uns). Gleich nach der 2. Labe kam der Schlußanstieg der etwa 700 Höhenmeter hatte und auf den Balta Segantini (2200 Meter) führte. Der Anstieg war zwar am Anfach flach, aber dafür blies uns ein kräftiger Wind ins Gesicht. So kämpften wir uns gemeinsam hoch und Sabine hatte sich eine neue Ziehtechnik vom Team Tirol abgeschaut: Sie hält sich an der Satteltasche von mir fest. Nach dem Scheitelpunkt ging es auf einem Schotterweg bergab, wo wir einige Begegnungen mit ungewöhnlichen Ausweichmanövern hatten: Kühe (von links, rechts und von vorne), Wanderer mit Hund und Kind (kommt öfter vor), Signoras mit Sandalen, die in der Idealspur stehen (seltener, vor allem auf 2000 Meter), Väter mit Kinderwagen, deren Räder in den Regenrinnen hängenbleiben (heute Premiere).
Der Schotterweg mündete in die Straße vom Passo Rolle, daher die vielen Spaziergänger. Jetzt ging es zuerst auf der Straße und dann auf einem super Trail mit Sprüngen und schnellen Kurven hinab nach San Martino. Geschafft und wir freuten uns über den 9. Rang auch wenn wir dafür kein Team überholten, aber auch durchhalten ist eine Leistung. Dem Team Craft nahmen wir heute nicht ganz 6 Minuten ab und verschufen uns dadurch einen kleinen Polster. Aber dennoch können Sie uns noch gefährlich werden, da sie heute eine gute Leistung zeigten, denn angeblich war die Dame des Teams in einen Sturz verwickelt und ist bei einem Singeltrail über eine Böschung gefallen. Morgen starten wir aber mit ihnen im Startblock A und haben sie deshalb gleich in Sichtkontakt.

PS: Danke für die vielen SMS und Kommentare, da wir sehr wenig Zeit haben und auch heuer selten einen Internet Zugang, können wir nicht alle direkt beantworten, aber wir lesen alle und freuen uns darüber.

PS 2: Das Hotel in San Martino ist der Hammer und wir waren zuerst auf der Pasta Party und dann noch im Hotelrestaurant: 4 Gänge – alles verputzt – Bauch voll 🙂

One Comment on “Transalp 2011 – Etappe 6

  1. Hallo ihr zwei!

    Ihr kommt ja immer besser in Schwung! Den müsst ihr jetzt noch für die letzten zwei Etappen mitnehmen:-) Wir wünschen euch noch viel Kraft und Energie für die letzten zwei Renntage – ihr schafft es!!

    Vlg

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