Val di Fassa Marathon 2014 – Moena – Italien

Der Val di Fassa-Bike Marathon am 14.9.2014 zählte heuer wieder zur UCI-Marathon-Serie und es passte zufällig ganz gut, dass wir sogar zu viert fahren konnten. Wir fuhren also am Freitagnachmittag los und verbrachten zwei schöne und vor allem sonnige Tage im Trentino.

Sabine:
Die Eckdaten des Marathons versprachen mit seinen 64 km und 2800 Höhenmeter einen Streckenverlauf, der mir ganz gut gefallen könnte. Am Samstagvormittag fuhr ich einige km des ersten Anstiegs hoch und merkte, dass sich die Rennpause des letzten Wochenendes sehr positiv bemerkbar machte. Um 11 Uhr fuhr ich mit Nicole los, um meine Startnummer zu holen, während Alex und Clara schon zum Kinderrennen radelten. Ich bekam die Startnummer noch nicht, denn die Top-5-Gesetzten erhielten sie am Abend bei der Pressekonferenz. Nicole hatte sich in der Früh mehrmals übergeben müssen und so fuhren wir mit dem Auto zum Start, um dann zu entscheiden, ob sie starten will und kann. Nur so viel: beide waren dann am Start und es war ein toller Event. Leider dauerte die Siegerehrung bis 17:30 und um 18:30 war schon der nächste Termin: Startnummernausgabe.

Am nächsten Tag beim Einfahren machte sich wahrscheinlich dieser turbulente Tag schon bemerkbar, denn so locker waren meine Beine nicht mehr wie tags zuvor. Umso überraschter war ich, dass ich die ersten 400 Höhenmeter in Führung lag. Dann überholte mich zuerst Elena Gadoni und später auch Sally Bigham. Ich versuchte, an ihr dran zu bleiben, aber sie forcierte das Tempo weiter und ich musste reißen lassen. Am Ende des  1000 hm-Anstiegs war ich schon wieder knapp an der Italienerin dran und konnte sie am 2. Anstieg auch überholen. Bei der 2. Abfahrt kam dann nach dem anfänglichen Schotterstück ein super Trail. Leider konnte der Fahrer vor mir nicht bergabfahren und ich kam einfach nicht an ihm vorbei, da ich hinter ihm zu wenig Tempo hatte, um an den wenigen möglichen Stellen schnell und gefahrlos zu überholen. Schließlich überholten uns dann zwei Herren und Christina Kollmann. Ich kam wieder nicht vorbei, da dem Fahrer nun auch noch das Hinterrad zur Seite rutschte. Ich hoffte nur, dass der Trail bald vorbei sein würde. Endlich ging es bergauf und ich sah Christina einige hundert Meter vor mir. Ich kam immer näher, auch der Fahrer, der mich bergab so aufgehalten hat, näherte sich von hinten. Ich wollte diesmal vor ihm oben sein und fuhr um einen Tick schneller. Bergab ging es nun besser und nach einem kurzen Flachstück begann der letzte Anstieg, der zuerst flacher war und dann nochmals richtig steil wurde. Ich schob ein kurzes Stück, dann konnte ich wieder fahren und ich gab Gas, da ich nicht wusste, wie die letzte Abfahrt sein würde. Oben angekommen, ging es zuerst auf Schotter, dann auf einem tollen Trail mit sehr ruppigen Abschnitten und zum Schluss auf einer kleiner Straße bergab nach Moena. Nach 3:54 Stunden durfte ich mich im Ziel mit meinen super Betreuern, Alex, Clara und Nicole über meinen zweiten Platz freuen. Es war ein echt tolles Rennen, ab der Hälfte wurde es dann noch richtig spannend beim Kampf um Platz 2, den ich aber durch eine perfekte Leistung bergauf für mich entscheiden konnte.

Nicole:
Nicoles Kurs bei den U9 befand sich auf einer großen Wiese, er war zwar flach, dafür waren unzählige Kurven und Kehren eingebaut. Hier war also eine gute Kurventechnik und ein kräftiger Antritt gefragt. Ersteres gelang Nicole sehr gut, beim Beschleunigen fehlte ihr heute etwas die Kraft und so büßte sie anfänglich auf Platz 3 liegend am Ende der ersten Runde einen Platz ein. Kämpfte sich wieder heran, schaffte es aber auf der zweiten Runde nicht mehr, die vor ihr Liegende zu überholen. Schließlich wurde sie in einem starken und auch sehr großen Teilnehmerinnenfeld ausgezeichnete vierte.

Clara:
Claras Kurs war im Vergleich zu Nicoles um einiges länger. Sie fuhren zunächst eine ähnliche, aber größere Runde auf der Wiese, dann über eine Böschung hinunter auf einen Schotterweg und in zwei kurzen Anstiegen zurück auf die Wiese. Bei der zweiten Runde fuhren sie dann nach dem Schotterweg über eine Brücke und ca. 40 Höhenmeter auf einer Straße bergauf und schließlich auf einem groben Schotterweg zurück zur Brücke und weiter auf der Wiese bis zum Ziel. Gleich nach dem Start legten zwei Italienerinnen ein hohes Tempo vor, Clara konnte sich noch knapp hinter der Zweitplatzierten halten. Auf der zweiten Runde wurde der Abstand etwas größer, bergauf verlor sie nichts mehr, bergab lief es auch perfekt und so fuhr sie einem ungefährdeten 3. Platz entgegen.
Bei der Siegerehrung wurden alle teilnehmenden Kinder aufgerufen und alle haben etwas bekommen. Insgesamt war es ein sehr gut organisiertes Rennen mit anspruchsvollen und altersgemäß gut angepassten Strecken, einer reichlichen Ziellabe und einer kurzweiligen Siegerehrung.

Links:
Val di Fassa Marathon
Ergebnisse
Bericht Radmarathon.st
Bericht Radstars.at

Bilder:

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