Voralpen Marathon 2012 – St. Veit an der Gölsen

Wie auch im letzten Jahr starteten wir auch heuer unseren Saisonauftakt in St. Veit an der Gölsen beim Voralpen Marathon. Wie immer waren wir vor dem ersten Rennen sehr nervös und vermutlich jeder im Feld stellte sich die Fragen: Wie habe ich trainiert? Bin ich gut vorbereitet? Wie gut sind die anderen? Und bei uns war noch die große Unbekannte: Wie geht es uns mit den neuen 29’er Rädern?
Also begaben wir uns kurz vor 10:30 in die Startblöcke und nahmen den Kampf mit der Classic-Strecke (64 km, 2000 hm) auf, welche in 2 Runden bewältigt werden musste. Für alle Kurzleser: Es ging uns beiden sehr gut und noch besser als im letzten Jahr und auch das Wetter war traumhaft und damit begann die Saison, wie die letzte aufgehört hatte: Mit traumhaftem Sommerwetter und sehr guten Platzierungen.

Sabine:
Ich fühlte mich gut an diesem Tag, war bestens motiviert und nach dem Einfahren bereit, die Hitzeschlacht zu schlagen. Beinahe durfte ich aber nicht in den Startblock A, denn der Kontrollor hat keine Liste und wollte somit kaum eine Dame reinlassen (wie ich nachher erfuhr). Ob der vordere Startblock aber wirklich so ein Vorteil ist, ist die Frage, denn es wird vorne immer so ein Höllentempo angeschlagen, dass ich ständig am Überlegen war, soll ich da noch mitgasen oder zurückschalten. Aber dann dachte ich mir, sind ja eh nur 2000 Höhenmeter und beim ersten Bergabstück ist es zumindest noch ein Vorteil. Und so gings die ganze erste Runde mit Vollgas dahin. Gott sei dank haben Alex und ich eine zweite Flasche mitgenommen, denn nach der einzigen Labe gab es dann 30 km lang nix! Nach der halbzeitlichen Zieldurchfahrt (nach 1:33:02) war ich dann schon ziemlich einsam, konnte aber gleich zu Beginn der 2. Runde zwei Fahrer überholen und bergauf endlich nach meinem Rhythmus fahren. Bis zur Labe hatte ich dann schon alles ausgetrunken, musste dann sogar schon ein bisschen sparen. Bei der Labe füllte ich dann nochmals beide Flaschen und musste auf dem letzten Viertel der Strecke meinem enorm hohen Anfangstempo etwas Tribut zollen (2. Runde in 1:39:15). Nach 3:12:17 Stunden war ich dann als erste Dame im Ziel und konnte meine Vorjahreszeit um 12 Minuten verbessern. Mit dem neuen Bike (Scott Spark RC – kurz: Rakete) kam ich auch sehr gut zurecht und freue mich schon auf das nächste Rennen, die Weinstein-Bike, die heuer sicher ein Hammer wird (74 km/3400hm).

Alex:
Das Wetter meinte es fast zu gut mit uns und es war bereits um 10 Uhr frühsommerlich warm. Wir entschieden uns für eine 2. Trinkflasche und nahmen diese im Trikot mit. Sabine ist ja die Siegerin des letzen Jahres und heuer auch Lizenzfahrerin, deshalb durfte sie ganz vorne im Spitzenfahrerblock starten. Ich war leider etwas spät dran und stand relativ weit hinten.
Pünktlich um 10:30 erfolgte der Startschuß und nach 10 Meter hatten wir schon den ersten Stau und mir fuhr hinten gleich einer auf den Reifen, aber nichts passiert. Etwas gemächlicher als mir recht war, begab sich der Tross in die erste Steigung. Ich versuchte aber nicht mit Gewalt die langsameren Fahrer vor mit zu überholen. Aber ich konnte Platz um Platz gut machen. Die Hitze machte mir nichts aus und das Bike ging wie erhofft wie eine Rakete. Etwa bei der Hälfte der ersten Runde hatte ich schon sehr viele Fahrer überholt und die Überholmanöver wurden weniger. Da auch die Small Distanz (eine Runde) mit uns gestartet wurde, ist es sehr schwierig den Überblick zu behalten und ich fuhr einfach so schnell es ging, machte aber nicht den Fehler in den Flachpassagen unbedingt Tempo zu machen sondern hielt mich öfter im Windschatten. Die erste Runde beendete ich in 1:26:58 und ich nahm mir vor, mich von keinem mehr Überholen zu lassen. Am 2. Anstieg holte mich dennoch ein Fahrer ein, der eigentlich immer viel stärker ist als ich. Ich hängte mich an ihn dran und konnte einige Zeit mit ihm mitfahren. Wir überholten einige andere Fahrer, aber leider vor der einzigen Labe, bei einem kurzen Steilstück musste ich abreißen lassen. Am Schluss wurde dieser Fahrer 8. im Gesamtklassement und ich 14. Er hat also noch einige überholt und es zeigt wie knapp es herging. Beim allerletzten Anstieg, einem kurzen steilen Schnapper mit maximal 30 Höhenmeter, konnte ich durch einen beherzten Antritt noch einen letzten Fahrer überholen und schaffte so eine für mich hervorragende Zeit von 2:57:57. Damit war ich in der 2. Runde nur um 4 Minuten langsamer wie in der ersten. Mit dem Gesamtrang 14 und 6. meiner Altersklasse, bin ich sehr zufrieden und hochmotiviert für die nächsten Rennen.

Links zum Rennen:
Ergebnissliste St. Veit Classic
Voralpen Marathon – St. Veit an der Gölsen
Bericht Mountainbike Challenge
Bericht Bikeboard.at

Bilder vom Rennen:

Weitere Bilder:

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