Voralpen Marathon 2014 – St. Veit an der Gölsen

Wie auch in den letzten Jahren fand der Marathon Auftakt für uns in St. Veit an der Gölsen beim Voralpen Marathon statt. Bereits der Morgen versprach einen wunderbarer Frühlingstag und wir fuhren mit unseren wieder etwas leichteren Wunderrädern nach St. Veit. Wie in den letzten Jahren waren 64 km und 2000 Höhenmeter zu bewältigen und auch wenn die Daten eher einer Medium Distanz entsprechen, ist die Strecke sehr fordernd, da es eigentlich keine längere Abfahrt zum Ausrasten gibt.

Sabine:
Der beliebte Marathon in St. Veit ist für mich der ideale Saisoneinstieg, deshalb startete ich auch gut vorbereitet in dieses Rennen. Leider wäre es beinahe nach 6 Minuten schon zu Ende gewesen: Ein anderer Rennteilnehmer überholte mich an einer unmöglichen Stelle und unsere Lenker verkeilten sich ineinander. Ich versuchte noch meinen Lenker freizubekommen, als der andere Fahrer stürzte und dadurch mein Lenker wieder frei war. Leider hatte sich mein Lenker verdreht und ich musste eine Vollbremsung machen und meinen Lenker wieder zurechtdrehen. Durch diese unnötige und riskante Aktion des anderen Teilnehmers hatte ich die beiden führenden Damen Christina Kollmann und Nadja Heigl vollkommen aus den Augen verloren. Auch Petra Marchart-Robeischl hatte mich nun überholt. Nun musste ich eine Aufholjagd starten mit einer Wut im Bauch und mit einer schleifenden Bremse am Bike. Nach 5 km konnte ich Petra überholen und auf der nächsten langen Abfahrt konnte ich zu einer Gruppe aufschließen, in der auch die beiden führenden Damen waren. Am Ende des Flachstücks löste ich noch Jürgen Kopecek ab, der uns ordentlich gezogen hat. Ab da lag ich dann in Führung. Ca. 3 km vor der ersten Zieldurchfahrt verschärfte Nadja das Tempo und fuhr einem ungefährdeten Sieg auf der kurzen Strecke entgegen. Ich freute mich heute schon auf die zweite Runde, denn die kann man dann eher in seinem Tempo fahren und durch die wegfallenden Teilnehmer der kurzen Distanz ist es wesentlich stressfreier. Es lief super, ich konnte noch ein ganz gutes Tempo fahren, hatte zwar bei Kilometer 40 einen Durchhänger, fing mich und fand wieder zurück in den Rennmodus. War wieder ein super Rennen, den Zwischenfall am Anfang hätte ich nicht gebraucht, dann hätte ich gleichmäßiger fahren können, auf der anderen Seite konnte ich letztendlich wieder fast die Zeit vom Vorjahr (da war es allerdings auch total trocken) fahren. Zu Hause haben wir dann auch noch gesehen, dass die Bremsscheibe verbogen wurde und mein wertvoller Carbon-Laufradsatz einen leichten Achter hat :(.

Alex:
Vor dem ersten Rennen heuer war ich nervös wie schon lange nicht. Ich erwartete von mir selbst ein gutes Rennen und wollte unter die schnellsten 7 meiner Altersklasse und Top 25 in der Gesamtwertung fahren. Über den ganzen Winter hatte ich gut trainiert, war immer gesund und dennoch beschäftigten mich Fragen wie: Passt die Form? Habe ich alles richtig gemacht? Wie gut sind die anderen? Dazu kam, dass ich mit dem Renn-Bike nur 2-mal kurz ausgefahren bin. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass die Umbauten (X11 Schaltung, neue Bremsen und Laufräder) bei meinem Rad erst in der Woche des Rennens fertig wurden. Aber da der Rahmen gleich ist und Sabine mit den nur 11 Gängen auch gut zurecht kam, sollte ich eigentlich nicht beunruhigt sein.
Aber kurz vor dem Start, war dann die Nervosität verflogen. Ich fühlte mich fit, stark und hatte Vertrauen in mein Material. Ich bekam einen Platz in der dritten Startreihe und konnte gleich nach der etwas hektischen Startphase beim ersten Anstieg meinen Platz im Feld finden. Da die Small und die Classic Distanz zu gleich starteten, ist es schwierig genau zu sagen wo man sich befindet. Aber ich schätze ich war unter den ersten 30 Fahrern. Bergauf ging es mir sehr gut, bergab war auch in Ordnung, nur auf den vielen Flachpassagen mit Richtungswechsel und ganz kleinen Kuppen, musste ich immer wieder um den Anschluss kämpfen. Ich fühle mich am Berg eindeutiger wohler. Am Ende der ersten Runde bekam ich eine Flasche von Andrea überreicht (VIELEN DANK), die eigentlich Jürgen, einen weiteren Sport Lehner Fahrer, betreut. Leider bekam ich dann nach 2 Stunden den ersten Krampf und musste mit Krämpfen bis zum Schluss kämpfen. Immer wieder musste ich etwas zurückstecken und viel im Wiegetritt fahren, was aber auf dieser eher flachen Strecke kein Nachteil ist. Nach 2:56:53 Minuten erreichte ich als 5. meiner Altersgruppe und gesamt 19. das Ziel. Mit diesem Saisonauftakt bin ich sehr zufrieden und ich freue mich schon auf die nächsten Rennen.

Links zum Rennen:
Ergebnisse Classic
Nachbericht St. Veit

Bilder vom Rennen:

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