Weinsteinbike 2014 – Mühldorf

Am 15. August 2014 fuhren wir zum 7. Mal in die Wachau, um bei Weinstein-Bike-Marathon zu starten. Das erste Mal 2002, dann folgte eine 6jährige Pause, bevor wir 2008 wieder ins Geschehen einstiegen. Seither sind wir treue Fans dieser Strecke (Ausnahme: 2013 wegen der EM) und freuten uns schon auf dieses Rennen mit 74 km und 3400 Höhenmetern.

Sabine:
Da wir bei unseren Schwiegereltern übernachteten, die auch auf unsere beiden Mädchen aufpassten, hatten wir eine kurze Anreise. Beim Aufwärmen hörte ich, dass meine Kette nicht ganz sauber lief. Da wir genug Zeit hatten, konnte es Alex noch ganz gut einstellen.
Als wir zum Start fuhren, war es noch sehr ruhig, leider zu ruhig, denn insgesamt waren außer mir nur 16 Herren am Start. Diese zugleich anspruchsvolle und abwechslungsreiche Strecke hätte sich mehr Starter verdient. Meine Taktik für den heutigen Tag war, ein möglichst gleichmäßiges Rennen zu fahren, da ich auch am Sonntag in Stattegg starten wollte und diese beiden Rennen als letzte Vorbereitung für den Grand Raid heranzog. Auf der ersten Runde lief alles perfekt, in den Anstiegen brauchte ich zwar immer einige Zeit, bis ich in einen Rhythmus kam, aber bergab machte es richtig Spaß. Nach der Zieldurchfahrt nach 2:13 Stunden warteten meine Schwester Ilse und ihr Freund Rupi bei der Labe mit einer Flasche auf mich. Danke! Das war super, denn in der 1. Runde habe ich etwas zu wenig getrunken. Das merkte ich dann auch beim 2. Mal auf den Jauerling rauf, dass etwas nicht passte. Also trank ich so viel es ging. Es dauerte zwar eine Stunde, aber dann spürte ich, dass es wieder besser wurde. Die Beine waren wieder etwas lockerer und ich konnte druckvoller fahren als zuvor. Nach 4:13 Stunden überquerte ich dann die Ziellinie. Meine Zeitrückstände bei den Zwischenzeiten und im Ziel haben gezeigt, dass es mir trotz Flüssigkeitsmangel und der Einsamkeit auf der Strecke gelungen ist, ein sehr gleichmäßiges Rennen zu fahren.

Alex:
Da 2 Tage später der Marathon in Graz/Stattegg stattfand, wollte ich auf keinen Fall zu viel riskieren und auch nur mit 90% meines Leistungsvermögens fahren. Da wir nur so wenige Starter waren, gab ich dann doch am ersten Berg auch Gas um zumindest ein kurzes Stück in einer Gruppe zu fahren. Außerdem waren alle anderen Fahrer sehr stark und es ging nicht nur darum in seiner Klasse zu gewinnen sondern auch darum nicht Letzter zu werden :-). Bei der Abfahrt vom Jauerling konnte ich mit der Gruppe nicht mithalten. Der Downhill ist nicht einfach und heuer war es auch noch sehr nass und rutschig. Danach fuhr ich sicher 2,5 Stunden alleine, bis ich die ersten Fahrer der Medium Distanz einholte und überholte. Ich fuhr eigentlich nur die ersten 600 Höhenmeter in richtigem Renntempo. Danach fuhr ich etwas langsamer, um noch Reserven für den Sonntag zu haben. Aber selbst wenn ich 100% gegeben hätte, wäre der Sieger meiner Altersklasse für mich nicht einholbar gewesen und auch die anderen Fahrer vor mir wie Helmut Puchwein, sind etwas stärker als ich. Ich denke die Entscheidung war richtig und ich konnte eigentlich halbwegs locker in einer Zeit von 4:11:26 Stunden den 2. Platz in meiner Klasse und 8. Gesamtrang erradeln. Schade, dass bei optimalem Wetter und einer tollen Veranstaltung nur so wenig Extrem-Fahrer am Start waren.

Links zum Rennen:
Ergebnisse Mühldorf 2014 Extrem
Bericht Veranstalter Mühldorf

Bilder vom Rennen:

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