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Extreme sur Loue 2014 – Ornans – Frankreich

Extreme sur Loue – UCI world series marathon – 64 km 2300 Höhenmeter – Ornans, Frankreich – 5. Oktober 2014. Nach den äußerst erfolgreichen Teilnahmen von Sabine bei den UCI Marathons in Val di Fassa und Verbier und dem daraus resultierendem Top Ranking in der UCI Marathon Weltrangliste, mussten wir doch noch zu diesem Rennen nach Frankreich reisen. Die Anreise mit fast 900 Kilometer war zwar anstrengend, aber es hat sich gelohnt.

Sabine:
Auf dieser Strecke fand die Weltmeisterschaft 2012 statt und die Bilder und Berichte davon haben mich schwer beeindruckt, denn die Strecke soll echt schwer sein. Auf jeden Fall war klar, dass wir nur hinfahren können, wenn Oma und Opa auf unsere Kinder aufpassen können, wenn das Wetter (vor allem auch die Tage zuvor) passt und wir mit den Vorbereitungen fertig werden. Alex nahm sich am Freitag Urlaub, da ich bis 14 Uhr arbeiten musste, damit wir noch am Freitag anreisen können, sonst wäre es nicht möglich gewesen. Trotz eines kurzen Staus in Linz kamen wir um 23 Uhr in Ornans auf dem Campingplatz an. Dank eines Anrufs von meiner Arbeitskollegin Daniela, einer Französisch-Professorin, konnten wir mit der Vermieterin ausmachen, dass sie den Schlüssel für unser Mobil Home (bei uns würde man sagen einer Holzhütte) außen an der Rezeptionstür befestigt. Alles klappte perfekt und wir verbrachten eine etwas kühle Nacht in der „Holzbaracke“.

Am nächsten Tag fuhr Alex die Strecke ab, ich begleitete ihn ein kurzes Stück, fuhr dann zurück zum Campingplatz und widmete mich am Nachmittag meiner mitgebrachten Arbeit. Ich wurde gerade fertig, als Alex zurückkam. So konnten wir um 17 Uhr mein Startpaket abholen und danach alles für das Rennen vorbereiten.

Nach einem kurzen Regenschauer um ca. 6 Uhr zeigte sich das Wetter aber von seiner besten Seite, so dass ich bei angenehmer Temperatur gut aufwärmen und pünktlich mit weiteren 14 Elite-Fahrerinnen am Start stehen konnte. Da heute auf der UCI-Strecke auch die französischen Meisterschaften ausgetragen wurden, war der Marathon gut besetzt. Gleich nach dem Start fuhren wir 8 km relativ flach dahin und das Feld war knapp beisammen. Ein Ausbruchsversuch meinerseits misslang, da niemand mitging und somit schluckte mich wieder das gesamte Feld. Ich ließ mich wieder etwas zurückfallen und attackierte erst wieder nach der 1. Technischen Zone. Auch die spätere Siegerin Margot Moschetti zog mit und setzte sich an die Spitze. Ich konnte ihr Tempo mitgehen und war bis ans Ende des Anstiegs immer kurz hinter ihr. Bergab fuhr sie eine super Linie und ich hatte keine Probleme, an ihr dran zu bleiben. Das war ein idealer Einstieg bei einem so schwierigen Marathon. Erst am Ende der Abfahrt schlossen zwei weitere Französinnen zu uns auf. Am zweiten Anstieg konnte sich die Führende dann besser absetzen und so fuhr ich bis ca. Kilometer 35 mit einer französischen Fahrerin. Zwischendurch konnte ich auf sie fast eine Minute Vorsprung herausfahren, stürzte aber leider in einem Gatschloch, so dass sie nun wieder an der 2. Position lag. Zu Beginn des dritten Anstiegs konnte ich sie aber wieder einholen und als der Kurs flacher wurde, wusste ich, dass ich nochmals ordentlich Gas geben muss, denn die Trails am Schluss sind sehr verwinkelt, so dass man dort nicht mehr so viel Tempo machen kann. Ich konnte meine Taktik perfekt umsetzen, und vergrößerte bergauf meinen Vorsprung, fuhr bergab eine möglichst saubere Linie und genoss die vereinzelten, flowigen Trails. Es machte echt Spaß und ich fühlte mich noch super. Immer wenn es bergauf ging, drückte ich nochmals aufs Tempo, auch bergab wurde es einfacher, aber immer wieder waren auch sehr unruhige Passagen mit losen Steinen in allen Größen und Formen dabei. Auch die letzte, nicht ungefährliche Abfahrt bereitete mir keine Probleme und so fuhr ich mit einer Zeit von 3:40:14 Stunden als Zweitplatzierte durchs Ziel. Alex hat mich auch heute wieder super betreut, er ließ keine technischen Zone aus und wartete geduldig im Ziel auf mich. Das ist sicher einer schönsten Momente eines Rennens, wenn wir uns gemeinsam im Ziel freuen und von unseren Erlebnissen berichten. Nach einem sehr netten Zielinterview auf Englisch und Französisch stärkte ich moch bei der Ziellabe (mit einem interessanten Saftangebot), bevor ich im Mobil Home duschte, mit Alex alles zusammenpackte und wir nach der Siegerehrung nach Hause fuhren. Ich bin froh, dass wir uns diese Reise „angetan“ haben, denn somit erreichte ich bei 3 Teilnahmen an UCI World Series Marathons heuer 3-mal den zweiten Platz. Aller guten Dinge sind drei, damit ist die Saison für heuer zu Ende und ein Sieg in einem UCI Rennen wäre ja noch ein schönes Ziel fürs nächste Jahr.

Links:
Homepage Veranstalter
Ergebnisse
Bericht in einem franz. Onlinemagazin

Bilder:

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