MTB Marathon Mosttour 2012 – Kürnberg

Siegerehrung Sabine

Am Sonntag 20. Mai 2012 fand das 2. Rennen zur TopSix Serie in Kürnberg statt. Nachdem wir letzte Woche bei Regen, Schlamm und Kälte vor allem gegen die Elemente gekämpft haben, präsentierte sich dieses Mal das Wetter von seiner besten Seite. Die Kürnberger erledigten wie immer ihre Hausaufgaben hervorragend und so stand einem harten aber herzlichen Rennen nichts im Wege. Zu bewältigen waren 64 mit vielen Wiesenstücken garnierte Kilometer und 2700 Höhenmeter (2800 laut unseren Tachos) wobei es sehr, sehr viele extreme Steigungen über 18% gab.

Sabine:
Da ich hier im Vorjahr ein super Rennen gefahren bin (bis auf den letzten Anstieg), nahm ich mir vor, heute zu Beginn nicht voll zu fahren. Das gelang mir ganz gut und ich merkte auch schon zu Beginn, dass ich bessere Beine hatte als in Mühldorf. Nach der ersten Runde (insgesamt sind es 4 Runden: Runde 1, dann Runde 2 zweimal, dann eine letzte 6 km – Schleife, die es in sich hat) war ich in einer Vierergruppe, die ein ordentliches Tempo fuhr, das auch für mich passte, bis sich zwei Fahrer vorne absetzten. Nach dem Steinbruch, einer „Bergwertung“ kurz vor Kürnberg am Ende der 2. Runde war ich unkonzentriert. Ich überlegte, wo Alex unsere Zweitflaschen hingestellt hatte, denn er hat es mir zwar noch vor dem Start beschrieben, aber ich habe sie bei der ersten Durchfahrt durch Künrberg bei der Labe nicht entdeckt. Dann war es auch schon passiert in einer Kurve rutsche ich weg und zog mir eine Schürfwunde am rechten Oberschenkel zu. Verärgert merkte ich, dass auch die Kette herausgefallen war. Okay, Kette rauf, dann weiter zur Labe, Flasche entdeckt und mitgenommen. Zuerst wollte ich noch unbedingt zum Fahrer vor mir aufschließen, aber es gelang mir nicht. Zu allem Übel hat mich am Ende einer Abahrt eine Biene in den rechten Oberschenkel gestochen. Ich zupfte so gut es ging den Stachel raus und kämpfte weiter. Ab diesem Zeitpunkt war das Rennfieber etwas erloschen und ich wollte nur noch heil ins Ziel kommen, da ich ja wusste, was mich noch erwartete. Es lief für diese Verhältnisse ganz gut, es fehlte aber der letzte Biss. Die finalen drei Kilometer ins Ziel führen von einer steilen Straße in einen noch steileren Waldweg, bis es dann etwas flacher ins Ziel zurück geht. Dort freute ich mich, dass ich einen neuen Streckenrekord bei den Damen in 4:05:41.5 h aufstellen konnte.

Alex:
Voll motiviert und mit hohen Erwartungen nach meinem Altersklassensieg in Mühldorf freute ich mich schon auf das Rennen. Als Belohnung für den Sieg in Mühldorf, durfte auch ich im ersten Block starten (Elitefahre und die ersten 3 der Cup-Gesamtwertung). Da Kürnberg ein noch nicht so bekanntes Rennen ist, waren nicht ganz so viele Fahrer auf der Extrem-Strecke unterwegs, aber dennoch waren einige Größen anwesend und in meiner Altersklasse rechnete ich mir wieder Chancen aufs Stockler aus.
Nach der kruzen Startrunde im Ort, wo das Feld noch halbwegs beieinander war, bildeten sich 2-3 Gruppen an der Spitze. Ganz vorne ein Pulk von ca 6-8 Elitefahrern, die sich den Tagessieg ausmachen werden, danach noch 2 Gruppen mit jeweils ca 5-6 Fahrern. In der ersten Gruppe befand sich Reini Woisetschläger (für mich ein Profi: im Winter Schifahrer im Sommer Bikeguide). Reini würde kaum zu schlagen sein. Deshalb konzetrierte ich mich auf Adolf Wakonig (Seriensieger der letzten Jahre in meiner Klasse) und auf Helmut Puchwein, der in Mühldorf hinter mir 2. wurde. Es wurde ein Höllentempo gefahren und nach der ersten Schleife (ca. 50 Minuten) waren wir nur ca 5 Minuten hinter der Spitze. Unsere Gruppe bestand zu diesem Zeitpunkt aus ca. 5-6 Bikern. Bei der ersten Labe, musst ich für 9 Sekunden vom Bike, da mir Sabine’s 2. Flasche runtergefallen ist (Wir versteckten unsere 2. Flaschen unter einem Busch auf einem Gartenzaun) und ich konnte diese 9 Sekunden erst nach über einer Stunde bei der zweiten Zieldurchfahrt schließen und reihte mich in eine 3’er Gruppe mit meinem direkten Konkurrenten um Patz 3 – Helmut Puchwein ein. Adolf Wakonig war schon ca. 5 Minuten vor uns – zu stark an diesem Tag und Reini Woitschläger nochmals 5 Minuten voraus. Ca. 20 Kilometer vor dem Ziel ließen Helmut und ich unseren 3. Gefährten stehen und schossen in eine Abfahrt, leider traf mich hier das „Rennschicksal“ mit voller Wucht: Ich verlor meinen Sattel in der Abfahrt! Nicht umsonst gibt es die Grundregel: Teste nie neues Material direkt im Rennen. Ich hielt mich nicht daran und probierte die neue Sattelstütze direkt im Rennen zum ersten Mal. Nach ca. 5 Minuten hatte ich wieder alles gefunden und montiert, einige Fahrer überholten mich in dieser Phase und ich fuhr das Rennen nicht mehr voll motiviert zu Ende. Es reichte so leider nur zum 4. Platz in meiner Altersklasse und dem 21. Gesamtrang. Meine Zeit: 3:51:20
Dennoch stimmt meine Form und „noch“ führe ich in der TopSix Wertung. Wie lange noch, wird sich zeigen 🙂

Links zum Rennen:
Ergebnisse Kürnberg 2012
Bericht Radsportszene.at
Bericht Bikeboard

Bilder vom Rennen:

One Comment on “MTB Marathon Mosttour 2012 – Kürnberg

  1. Liebe Sabine!

    Gratulation zum Streckenrekord!
    Super strahlend und glücklich schaust auf dem Podest aus, echt toll!
    Danke für die Info und weiterhin viel Spaß beim Radsport.
    Liebe Grüße aus Stockerau
    Trixi

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